Seniorin in Regensburg Opfer von Schockanruf – Tatverdächtiger festgenommen
Eine Seniorin aus dem Regensburger Stadtteil Schwabelweis wurde am Freitagnachmittag Opfer eines sogenannten Schockanrufes: Eine unbekannte Frau gab sich als leitende Oberärztin der Universitätsklinik aus und behauptete, die Tochter habe einen schweren Unfall erlitten und müsse möglicherweise ein Bein amputiert werden. Unter dem Vorwand, für eine kostenintensive Behandlung ein Medikament aus der Schweiz zu beschaffen, brachte die Anruferin die Seniorin dazu, Bargeld und Schmuck zu verpacken und an einen angekündigten Abholer zu übergeben. Die Polizei nahm bei der geplanten Übergabe einen 19-jährigen Tatverdächtigen fest.
Wie die Tat verlief und das polizeiliche Vorgehen
Der Anruf erfolgte gegen 14:00 Uhr. Während des Gesprächs gelang es der falschen Ärztin offenbar, die Seniorin zur Herausgabe eines hohen Geldbetrags zu bewegen. Ein weiterer anwesender Beteiligter wurde auf das Gespräch aufmerksam und informierte die Polizei. Die Einsatzkräfte warteten am vereinbarten Übergabeort und konnten nach längerer Wartezeit einen 19-jährigen Mann mit montenegrinischer Staatsangehörigkeit vorläufig festnehmen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl; der Beschuldigte wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Polizei warnt und gibt Verhaltenstipps
Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang an die Warnung vor Schockanrufen und gibt konkrete Verhaltenshinweise: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch vermeintliche Ärzte. Ein Arzt fordert am Telefon niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände, um eine Behandlung durchzuführen oder ein Medikament zu besorgen. Übergeben Sie nie Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte. Legen Sie auf und rufen Sie die offizielle Nummer der Klinik oder Praxis an. Im Zweifel wählen Sie 110. Zudem wird empfohlen, Telefonbucheinträge zu löschen oder zumindest Vorname und Adresse herausnehmen zu lassen.
Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

