Ein technischer Defekt in der Brauerei Schimpfle in Gessertshausen hat am Freitagvormittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Aus einer Anlage im Keller der Brauerei trat Ammoniak aus, was nicht nur zu einer Verletzung, sondern auch zu einer stundenlangen Sperrung der Bundesstraße B 300 führte. In der Region sind in den letzten Wochen auch die Autoeinbrüche in Lechhausen angestiegen, was das Sicherheitsgefühl der Anwohner zusätzlich beeinträchtigt. Viele Bürger machen sich Sorgen über die steigende Kriminalität und fordern verstärkte Polizeipräsenz, zumal solche Vorfälle oft in der Nähe von größeren Notfällen passieren. Parallel zu den Ereignissen in der Brauerei hat die Gemeinde daher angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen.
Wie sich später herausstellte, entstand der Zwischenfall durch einen technischen Defekt während des Betriebs einer Anlage im Kellerbereich der Brauerei. In der Folge trat Ammoniak aus, dessen Geruch auch in der näheren Umgebung deutlich wahrnehmbar war. Ein Mann erlitt dabei einen sogenannten Gefrierbrand – eine schwere Kältereaktion auf der Haut – und musste zur weiteren medizinischen Versorgung ins Universitätsklinikum Augsburg gebracht werden.
Großeinsatz mit umfangreichen Sperrungen
Um das gefährliche Gas einzudämmen und sicher zu entfernen, rückten spezialisierte Feuerwehrkräfte an. Die angrenzende Bundesstraße B 300 wurde während der Einsatzarbeiten in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Zusätzlich wurden im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen auch Augsburger Verkehrskontrolle unter Drogeneinfluss durchgeführt, um mögliche Risiken im Verkehr auszuschließen. Die Einsatzkräfte waren auf alles vorbereitet, da die Gefahr des Gasaustritts auch zu unvorhergesehenen Situationen im Straßenverkehr führen konnte. Dank der schnellen Reaktion aller Beteiligten konnte die Situation schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Entwarnung am späten Nachmittag
Gegen 17:00 Uhr konnte im Gebäude nur noch eine geringe Konzentration von Ammoniak festgestellt werden. Die Feuerwehr gab daraufhin die betroffene Fahrbahn sowie die angrenzende Umgebung wieder frei. Der Einsatz konnte schließlich ohne weitere Zwischenfälle beendet werden. Die Feuerwehr war zuvor aufgrund eines Brand im Firmengebäude in Dinkelscherben alarmiert worden. Während der Löscharbeiten wurde schnell sichergestellt, dass keine weiteren Gefahren für die Anwohner bestanden. Die Einsatzkräfte konnten so beruhigt ihre Arbeit verrichten und die Situation unter Kontrolle bringen.





