Auch am zweiten Tag des Warnstreiks stehen in Augsburg am frühen Morgen Busse und Straßenbahnen still. Wie die Stadtwerke Augsburg (swa) mitteilten, sind am Samstag, 28. Februar 2026, keine regulären Fahrzeuge aus den Depots ausgerückt. Bereits am Freitag war der Nahverkehr weitgehend zum Erliegen gekommen.
Grund ist ein ganztägiger Warnstreik der Gewerkschaften Verdi und Nahverkehrsgewerkschaft im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen. Der Streikaufruf gilt für alle Beschäftigten und Auszubildenden im Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) – vom Fahrpersonal über Werkstätten bis hin zur Verkehrslenkung.
Nur wenige Linien fahren
Lediglich einzelne Buslinien sind unterwegs, da sie von privaten Unternehmen betrieben werden, die nicht bestreikt werden. Dazu zählen die Linien 21 im Bärenkeller, 24/25 in Haunstetten sowie 38 in Göggingen, Inningen und Bergheim.
Ein kurzfristiger Einsatz zusätzlicher externer Busunternehmen sei laut swa nicht möglich. Als Gründe werden fehlende technische Ausrüstung der Busse sowie der hohe Schulungsaufwand für das Fahrpersonal genannt. Anders als in vielen anderen Städten sind in Augsburg nur wenige Linien an private Anbieter vergeben.
Alternativen für Fahrgäste
Die swa bitten Fahrgäste, auf Alternativen auszuweichen. Empfohlen werden Buslinien des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbunds (AVV) sowie Regionalbahnen.
Zusätzlich stehen an den Streiktagen alle 940 Fahrräder des Leihradsystems „swabi“ kostenlos über die App zur Verfügung. Auch das Carsharing-Angebot der swa kann genutzt werden. Das Ridesharing-System „swaxi“ ist am Streiktag bereits ab 9 Uhr im Einsatz.
Aktuelle Informationen zum Stand der Tarifverhandlungen veröffentlicht der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern (KAV Bayern).


