Augsburger Bahnverkehr massiv beeinträchtigt: Arverio von Störungsserie getroffen

Foto: Arverio Bayern/Marc Gilardone
Presse Augsburg
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Am heutigen Freitag sorgte eine Verkettung mehrerer Ereignisse für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr von Arverio Bayern. Bauarbeiten, eine Streckensperrung aufgrund eines Polizeieinsatzes sowie eine Oberleitungsstörung brachten insbesondere das Augsburger Netz an seine Grenzen.

Bereits am Morgen kam es zu ersten Problemen: Zwischen Donauwörth und Meitingen führte DB InfraGO ab 9 Uhr kurzfristig angesetzte Arbeiten durch. Da in diesem Abschnitt nur ein Gleis zur Verfügung stand, mussten die Züge der Linie RB 87 ausfallen. Auf den Linien RE 80 und RE 89 kam es gleichzeitig zu teils erheblichen Verspätungen.

Polizeieinsatz legt Strecke Augsburg – München lahm

Nur wenig später verschärfte sich die Situation weiter. Gegen 9 Uhr hielt sich eine Person in einem psychischen Ausnahmezustand im Gleisbereich des Augsburger Hauptbahnhofs auf und begab sich anschließend auf eine nahegelegene Brücke. Aus Sicherheitsgründen wurde die wichtige Bahnverbindung zwischen Augsburg und München für mehrere Stunden vollständig gesperrt.

Die Folgen waren weitreichend: Zahlreiche Züge konnten nicht verkehren oder mussten umgeleitet werden, wodurch sich die Auswirkungen auf weite Teile des Netzes ausdehnten.

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Weitere Einschränkungen durch Oberleitungsstörung bei Aalen

Am Nachmittag kam ein weiteres Problem hinzu. Gegen 14 Uhr trat bei Aalen eine Störung an der Oberleitung auf. Dadurch konnten die Linien RB 89 und RE 89 in diesem Bereich nicht mehr fahren.

Komplexes Netz erschwert schnelle Lösungen

Die gleichzeitigen Störungen an mehreren Stellen machten einen geregelten Betrieb des Augsburger Netzes nahezu unmöglich. Die verschiedenen Linien sind eng miteinander verbunden, Fahrzeuge und Personal werden langfristig und präzise eingeplant.

Zusätzlich mussten gesetzlich vorgeschriebene Ruhe- und Pausenzeiten für das Personal, planmäßige Werkstattaufenthalte der Fahrzeuge sowie die Verfügbarkeit von Bahnsteigen und Gleisen berücksichtigt werden. In der Folge war Zugverkehr teilweise nur eingeschränkt oder punktuell möglich, auf einigen Abschnitten zeitweise sogar gar nicht.

Auch die Fahrgastinformation stellte die Beteiligten vor große Herausforderungen, da die Dauer der einzelnen Störungen und Sperrungen zunächst nicht absehbar war.

Arverio bedauert die Auswirkungen für Fahrgäste

Arverio-Pressesprecher Winfried Karg zeigte Verständnis für den Ärger der Reisenden und erklärte: „Es tut uns Leid, dass es für viele Fahrgäste an einem derart heißen Tag große Verspätungen und sicherlich auch viel Durcheinander gab. Wir haben getan, was möglich war, aber diese Punkte lagen alle nicht in unserer Hand.“

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.