Freinhausen – Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Freitagabend in der Ortsmitte von Freinhausen (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) für Entsetzen gesorgt. Ein Auto kam innerorts von der Straße ab, durchbrach einen Gartenzaun, touchierte im Flug eine Hausmauer und kippte schließlich auf die Seite an einer Garage. Der Fahrer wurde eingeklemmt und schwebt nach Angaben von Rettungskräften in Lebensgefahr.
Ein Anwohner schildert den Moment: „Zuerst hörte ich nur einen Schlag, dann gespenstische Ruhe. Es war so skurril, dass ich einige Augenblicke brauchte, um zu erfassen, was passiert ist.“
Rettungskräfte im Einsatz
Die Feuerwehr wurde alarmiert, um den Fahrer aus dem Unfallfahrzeug zu befreien. Kreisbrandinspektor Roland Müller erklärte: „Wir sind hier im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm zu einem THL 3 – Person eingeklemmt – ausgerückt.“ Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein dramatisches Bild: Das Auto lag auf der Seite, angelehnt an eine Garage, das Dach teilweise auf dem Zaun. Glücklicherweise befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls niemand im Haus.
Die Rettung gestaltete sich schwierig. Da der Zugang zum Fahrzeug stark eingeschränkt war, entschied man sich für eine sogenannte Crash-Rettung. Dabei wurde das Auto vorsichtig umgelegt, um den Patienten aus seiner misslichen Lage zu befreien. Robert Engel, Einsatzleiter Rettungsdienst, erläuterte: „Das ist ein sehr selten angewendetes Verfahren, das nur bei schwer verletzten Personen nötig ist. Jedes Zahnrad hat ineinandergreifen müssen, um die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten.“
Patient per Hubschrauber nach München geflogen
Der Fahrer erlitt ein Polytrauma – Verletzungen am gesamten Körper – und wurde nach Erstversorgung durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen.
Nachwirkungen
Anwohner Josef Dauer steht noch immer fassungslos vor seinem Haus: „Ich dachte zuerst, es sei etwas bei mir im Haus. Es war ein schrecklicher Eindruck, man konnte es kaum zuordnen. Es hätte noch schlimmer ausgehen können – Unbeteiligte hätten ebenfalls verletzt werden können.“
Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst zogen im Anschluss an den Einsatz eine Nachbesprechung, um den Ablauf des dramatischen Rettungseinsatzes zu analysieren.


