Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.011 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start legte der Dax bis zum Mittag zu. Am Nachmittag rutschte er jedoch kurz wieder ins Minus, bevor er schließlich das Niveau vom Mittag übertraf.
“Die Nachricht über einen potenziellen Waffenstillstand im Nahen Osten hat den europäischen Investoren wieder etwas mehr Zuversicht gegeben”, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. “Auch wenn die Rohölpreise zulegen, blicken sie optimistisch nach vorn.” Für etwas Unterstützung sorgten zudem die Quartalszahlen von 3M, so Lipkow. “Dagegen konnten die Quartalszahlen von General Motors nicht überzeugen.”
Der Nahost-Konflikt strahle direkt über die Ölpreise auf die europäischen Finanzmärkte ab, da die hohen Abhängigkeiten von importierter Energie eine offene Flanke böten, erklärte der Analyst. “Zusätzlich wirken daraus resultierende Preissteigerungen negativ auf das Konsumverhalten und belasten zukünftige Umsätze und Gewinne. Noch setzen die Anleger auf eine Entspannung im Iran-Krieg und auf eine Fortsetzung der jüngst erkennbaren Konjunkturerholung in Deutschland und Europa. Das zarte Konjunkturpflänzchen ist noch nicht wieder eingegangen.”
Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Infineon, Siemens Energy und FMC an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Scout 24 und der Rückversicherer Hannover Rück und Münchener Rück wieder.
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 60 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund elf bis 13 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg für seine Verhältnisse stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 91,31 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1409 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8765 Euro zu haben.

