In den letzten Tagen fielen drei Rentner aus Ingolstadt, Neuburg und Manching betrügerischen Telefonanrufen zum Opfer. Die Kriminalpolizei Ingolstadt ist eingeschaltet und ermittelt in diesen Fällen.
Vorgehensweise der Call-Center-Betrüger
Unter dem Vorwand, dass ein naher Angehöriger einen Unfall verursacht habe und nur durch die Zahlung einer hohen Kaution einer Haft entgeht, haben die Täter insgesamt 81.000 Euro erbeutet. In Neuburg wurden gestern ein 87- und 89-jähriges Ehepaar um 23.000 Euro betrogen. Der Betrug flog erst auf, als in der Nacht die vermeintlich inhaftierte Tochter Kontakt zu den Eltern aufnahm.
Mehrere Opfer an einem Tag
Bereits am Nachmittag desselben Tages wurde ein 85-jähriger Rentner in Manching von den Betrügern kontaktiert. Ein Abholer, der längere Zeit im Haus des Rentners verweilte, erbeutete 28.000 Euro. Am Vortag waren die Betrüger in Ingolstadt erfolgreich; eine 65-jährige Frau aus dem Nordwesten der Stadt verlor 30.000 Euro an die Täter.
Polizei gibt wichtige Sicherheitstipps
Die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor den Betrügern. Hier sind einige wichtige Tipps:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen!
- Geben Sie am Telefon niemals persönliche oder finanzielle Informationen preis.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
- Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände. Dies gilt auch für die Forderung hoher Summen für angeblich notwendige Medikamentenkäufe.
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Die Polizei wird Sie niemals unter der Nummer 110 kontaktieren. Nutzen Sie diese Nummer nur im Notfall, ohne die Rückruftaste zu verwenden.
- Ziehen Sie vertraute Personen hinzu und sprechen Sie mit Angehörigen über diese Betrugsmasche.
Weitere Informationen zum Thema Schockanruf finden sich auf den Webseiten der Präventionskampagne LEG AUF!

