Im Jahr 2025 haben Drohnenvorfälle den Flugbetrieb an deutschen Flughäfen erheblich beeinträchtigt.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) teilte am Montag mit, dass 116 relevante Störfälle an 25 Verkehrsflughäfen erfasst wurden. Der geschätzte wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf mindestens 60 Millionen Euro. Die Schadensschätzung erhöht sich auf bis zu 160 Millionen Euro, wenn zusätzlich durchschnittliche Netzwerkeffekte von Verspätungen berücksichtigt werden – also Folgekosten, die durch Umlaufstörungen und Verzögerungen entstehen können – sowie als potentiell störungsbedingt bewertete Annullierungen. Besonders betroffen waren große Drehkreuze wie die Flughäfen in München und Frankfurt, wo es zu mehrtägigen Einschränkungen kam.
“Unbefugte Drohnenflüge im Umfeld von Flughäfen können erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen und stellen zugleich eine Herausforderung für die Sicherheit und Resilienz des Flugbetriebs dar”, sagte Florian Linke, kommissarischer Direktor des DLR. “Die Ergebnisse dieser Analyse unterstreichen die Relevanz des Themas im Kontext stark ausgelasteter Flughäfen und wachsender Verkehrsvolumina.”
Die Studie weist darauf hin, dass die Entwicklung von Detektions- und Abwehrtechnologien an Bedeutung gewinnt, um zukünftige Vorfälle zu verhindern. Die Vielfalt der Drohnen und die unterschiedlichen Umgebungen, die geschützt werden müssen, stellen dabei besondere Herausforderungen dar. Das DLR arbeitet an entsprechenden Technologien, um Drohnen effektiv zu entdecken und abzuwehren.

