NEU-ULM. Ein außergewöhnlicher Fund in der Donau löste eine lang verschollene Geschichte auf. Am Samstagmittag hat ein Angler mittels Echolots einen Wagen entdeckt. Der sofort informierten Polizei Neu-Ulm gelang es in Zusammenarbeit mit mehreren Einsatzkräften, den Pkw ausfindig zu machen und letztlich zu bergen. Es handelte sich um einen Opel Manta aus den frühen 1970er Jahren, der vermutlich mehr als 50 Jahre unentdeckt im Wasser lag.
Ermittlungen zur Herkunft des Opel Manta
Die Suche nach dem Besitzer des Fahrzeugs verlief zunächst ohne Erfolg. Die Polizei hatte keine archivierten Daten, um den Halter zu identifizieren. Doch eine Zeugin meldete sich bei den Beamten und konnte Licht ins Dunkel bringen: Der Opel Manta wurde im Jahr 1972 ihrem damaligen Ehemann gestohlen. Kurz darauf wanderte dieser in die USA aus, was die Spur des Fahrzeugs weiter verschleierte.
Rätsel um den Verbleib in der Donau
Wie der gestohlene Opel Manta in die Donau gelangte, bleibt weiterhin ein Rätsel. Zur Klärung der Eigentumsverhältnisse wurde das Fahrzeug sicher untergestellt. Dieser bemerkenswerte Fund demonstriert, dass selbst Jahrzehnte alte ungelöste Fälle mit Hilfe von aufmerksamen Bürgern aufgeklärt werden können.
Großeinsatz zur Bergung des Fahrzeugs
Am Einsatzort an der Donau waren mehr als 50 Kräfte der Feuerwehr, Wasserwacht und des Technischen Hilfswerks Neu-Ulm über sieben Stunden im Einsatz. Mit Unterstützung eines großen Krans des THW konnte der Pkw schließlich aus etwa fünf Meter Tiefe geborgen werden.

