Die Insolvenz des Unternehmens Eberle hat gravierende Folgen für den Industriestandort Augsburg. Nach Angaben der IG Metall Augsburg gehen im Zuge einer Teilstilllegung rund 160 Arbeitsplätze verloren. Viele Beschäftigte seien am vergangenen Freitag darüber informiert worden, dass ihre berufliche Zukunft bei Eberle endet.
Die Gewerkschaft macht neben schwierigen Marktbedingungen auch Versäumnisse der früheren Unternehmensführung für die Entwicklung verantwortlich. Aus Sicht der IG Metall seien nicht rechtzeitig tragfähige Zukunftsperspektiven für den Standort entwickelt worden.
Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan sind inzwischen abgeschlossen. Betriebsrat und IG Metall hätten im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten des Insolvenzrechts unter anderem Bewerbertrainings und Angebote zur beruflichen Neuorientierung vereinbart.
Hoffnung für einen Teil der Belegschaft
Für einen Teil der Belegschaft gibt es jedoch Hoffnung: Rund 75 Beschäftigte sollen nach Angaben der Gewerkschaft bei einem Erwerber an einem neuen Standort im südlichen Landkreis Augsburg weiterbeschäftigt werden. Auch für die Auszubildenden zeichnen sich Lösungen ab. Nach aktuellem Stand bestehen demnach gute Chancen, dass sie ihre Ausbildung bei anderen Augsburger Unternehmen fortsetzen können.
Die IG Metall kündigte an, gemeinsam mit dem Betriebsrat Kontakte zu Unternehmen herzustellen, die qualifizierte Fachkräfte suchen. Zudem hat Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund laut Gewerkschaft zu einer Sitzung der Allianz für Arbeitsplätze eingeladen. Dort sollen Möglichkeiten beraten werden, möglichst vielen Betroffenen schnell neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.

