Ein möglicher Hinweis auf einen Bären hat am 21. Juli 2026 für Aufmerksamkeit im südlichen Landkreis Oberallgäu gesorgt. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) war über einen Losungsfund informiert worden, der zunächst auf die Anwesenheit eines Bären hindeuten konnte. Daraufhin wurde umgehend ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer entsandt, um den Fund zu untersuchen.
Nach dem Eingang der Meldung wurde die Umgebung des Fundorts systematisch nach weiteren Hinweisen abgesucht. Gleichzeitig veranlasste das LfU eine genetische Untersuchung der Probe im Eilverfahren. Inzwischen liegt das Ergebnis der Laboranalyse des Senckenberg-Instituts vor: Die Losung stammt nicht von einem Bären, sondern von einem Dachs.
Verwechslung ist möglich
Der Europäische Dachs (Meles meles) zählt zu den heimischen Marderarten. Seine Ausscheidungen können unter bestimmten Umständen denen eines Bären ähneln. Ursache dafür sind unter anderem Überschneidungen im Nahrungsspektrum der beiden Tierarten, wodurch eine eindeutige Zuordnung im Gelände nicht immer möglich ist.

Vorsicht in der Natur bleibt wichtig
Unabhängig vom Ergebnis der Untersuchung steht das Bayerische Landesamt für Umwelt weiterhin im Austausch mit den zuständigen Behörden vor Ort. Nutztierhalter in der Region werden vorsorglich gebeten, ihre Tiere nachts einzustallen und bestehende Herdenschutzmaßnahmen konsequent umzusetzen.
Auch Spaziergänger, Wanderer und andere Erholungssuchende sollten sich beim Aufenthalt in der Natur umsichtig verhalten. Dazu gehört insbesondere, keine Essensreste oder Abfälle zurückzulassen und Wildtieren mit der nötigen Vorsicht zu begegnen.
Sicherheit hat oberste Priorität
Beim Thema Bär steht die Sicherheit der Menschen immer im Mittelpunkt und hat uneingeschränkten Vorrang.

