Nach dem Auftaktsieg in die neue Bundesligasaison wartet heute Abend das erste Auswärtsspiel auf den FC Augsburg. Bei Eintracht Frankfurt könnte Historisches gelingen.
Noch ist die Saison jung, erst ein Spiel hat der FC Augsburg absolviert und doch könnte heute Abend (ab 17:30 Uhr/DAZN) Historisches geschehen. Weil für einen Großteil der Liga der laufende Spieltag bereits beendet ist, könnten die Schwaben Historisches erreichen. Als einer von zwei aktuellen Erstligisten waren die Rot-grün-weißen noch niemals Tabellenführer im Oberhaus, dies könnte sich nun ändern. Ein entsprechender Sieg in Frankfurt ist dafür allerdings die Voraussetzung.
Das ist für die Tabellenführung notwendig
Mit Mainz und dem HSV bestreiten zwei Teams das zweite Sonntagsspiel, die in Runde 1 nicht siegreich waren, und auch FCA-Gegner Eintracht kam bei Union Berlin „nur“ zu einem 3:3. Nur noch Augsburg hat heute die Möglichkeit, den SC Freiburg vom Platz an der Sonne zu vertreiben, dafür müsste aber schon ein 2:0, 3:1 oder Ähnliches her. Eine schwere Aufgabe im oft emotionsgeladenen Stadion im „Herzen von Europas“. Ein Erfolg in dieser Größenordnung ist aber lange her. 2019 gewann man 3:1, damals wie heute dabei: Michael Gregoritsch. Der Österreicher machte mit seinem Treffer den Deckel auf den Auswärtserfolg. Sollte ihm auch heute ein Tor gelingen, würde er in der vereinsinternen Rekordschützenliste auf Alfred Finnbogason aufschließen.
Ungeachtet der genannten Möglichkeit wäre dies zum frühen Zeitpunkt einer neuen Saison nur ein Blitzlicht. Wenn man den drei Zählern aus dem Schalke-Spiel weitere Punkte folgen lassen könnte, wäre es aber ein starker Saisonstart. Am Main ist dies aber alles andere als eine leichte Aufgabe.
Eintracht: Jung, laufstark, erfolgshungrig
Adi Hütter ist vor der Saison nach Stationen in Mönchengladbach und Monaco als Trainer zur SGE zurückgekehrt und soll dort an seine durchaus gute erste Zeit im Club anknüpfen. Dem österreichischen Übungsleiter wurde für diese Aufgabe eine junge, offensive und laufstarke Mannschaft zusammengestellt. Mit Noah Atubolu kam aus Freiburg kurz vor Schluss noch ein Torhüter aus dem Dunstkreis der deutschen Nationalmannschaft dazu. Mit Nathaniel Brown (FC Bayern) und Aurele Amanda (Coventry/Premier League) musste man aber auch zwei (finanziell wichtige) schwerwiegende Abgänge hinnehmen. Alles in allem dürfte aber in dieser Saison wieder eine Mannschaft auf dem Rasen des früheren Waldstadions stehen, die um die europäischen Ränge mitspielen sollte.
Gute Augsburger müssen konsequent agieren

Ranschmecken an diese Plätze möchten auch die Fuggerstädter, deren Kader ebenfalls Qualitäten vorzuweisen hat. Nach Ende der Transferfrist kann Trainer Manuel Baum auf einen auf jeder Position (mehrfach) gut besetzten Kader zurückgreifen, der den Ansprüchen „gesichertes Mittelfeld + x“ absolut entsprechen sollte. Einer der leuchtendsten Sterne am Augsburger Fußballhimmel ist aktuell Anton Kade. Der Offensivspieler mit Nationalmannschaftsambitionen hatte unter der Woche allerdings das Training vorzeitig beenden müssen, ob er in Frankfurt auflaufen kann, ließ Baum offen. Gegen Frankfurt wird es aber wahrscheinlich weniger auf die offensiven Qualitäten als auf mannschaftliche Geschlossenheit und konsequentes Defensivverhalten ankommen.
So oder so könnte die Zuschauer vor Ort ein interessantes Fußballspiel erwarten. Eintracht Frankfurt möchte den ersten Saisonsieg, der FC Augsburg den guten Saisonstart ausbauen und vielleicht … darüber wurde an dieser Stelle nun aber schon genug geschrieben.
Die voraussichtliche Aufstellung
Dahmen – Banks, Matsima, Brackelmann – Wolf, Massengo, Rieder, Behrens – Kade (Ibrahimovic), Fellhauer – Gregoritsch

