Am Donnerstagnachmittag wurde eine 73-jährige Münchnerin Opfer eines organisierten Callcenterbetrugs durch einen falschen Polizeibeamten. Der Betrüger behauptete am Telefon, ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und forderte eine fünfstellige Kaution. Die Seniorin übergab das Geld vor ihrer Wohnung an einen Unbekannten. Eine aufmerksame Bankangestellte erkannte den Betrug, als die Frau mehr Geld abheben wollte, und alarmierte die Polizei. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnten keine Tatverdächtigen gefunden werden.
Polizei sucht Zeugen
Nach Angaben der Polizei wurde die Beschreibung des Täters wie folgt angegeben: Ein Mann im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, ungefähr 185 cm groß, von schlanker Statur mit europäischem Erscheinungsbild und hellbraunen bis dunkelblonden Haaren. Hinweise aus der Bevölkerung, die im Zusammenhang mit den Vorfällen in Bogenhausen stehen könnten, sind dringend erbeten.
In einem anderen Vorfall kam es am Samstagabend in Sendling zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und drei fahrradfahrenden Kindern. Der 42-jährige Autofahrer erfasste die Kinder, bevor er mit einem Kleintransporter kollidierte und sich schließlich entfernte. Der Mann wurde später von der Polizei ermittelt und sein Führerschein beschlagnahmt. Die Ermittlungen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs laufen.
Hohe Geschwindigkeiten und weitere Unfälle in München
In Moosach verursachte ein 19-Jähriger mit überschrittener Geschwindigkeit einen Unfall, bei dem er gegen eine Baumgruppe prallte. Der BMW-Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, die Straße musste zeitweise gesperrt werden. Die Polizei betont die Gefahren hoher Geschwindigkeiten.
Ein weiterer Unfall ereignete sich in Au-Haidhausen, als ein 49-Jähriger mit einem E-Scooter die Kontrolle verlor und stürzte. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, die Polizei warnt vor Fahrten unter Alkoholeinfluss.
Sommerliche Freizeitunfälle auf der Isar
Gleich zwei Mal gerieten am Wochenende Personen mit Schlauchbooten auf der Isar in Notlagen, weil sie Beschilderungen missachteten. In beiden Fällen mussten Feuerwehr, Wasserwacht und Polizei eingreifen. Dank der schnellen Rettung blieben alle Beteiligten unverletzt. Die Polizei appelliert an die Beachtung von Sicherheitsvorkehrungen und Markierungen an der Isar, insbesondere in der Nähe von Wehranlagen, wo hohe Lebensgefahr besteht.

