Der NRW-Parteivorsitzende der FDP und Kandidat für den Bundesvorsitz Henning Höne sieht aktuell keine Rolle für Christian Lindner bei den Liberalen. Auf die Frage, ob er beim Parteitag vor den Delegierten mit einer Rückholaktion von Lindner werben wird, antwortete Höne den Sendern RTL und ntv: „Nein. Am Ende muss dieser Parteitag über einen Neustart entscheiden. Dafür braucht es aus meiner festen Überzeugung auch neue Gesichter.“
Auch Lindner habe selbst ausgeschlossen, jetzt zurückzukehren. „Er hat jetzt eine neue Rolle und ist da glücklich. Und das gönne ich ihm von Herzen“, so Höhne. Er selbst sieht wenig Parallelen zwischen dem ehemals starken Mann der FDP und sich selbst. „Ich habe einerseits im Landtag die Zeit von 2013 bis 2017 hautnah miterlebt und da auch mit Christian Lindner und dem ganzen Team eng zusammengearbeitet. Aber wir sind trotz mancher Parallelen völlig unterschiedliche Typen“, sagte der Landeschef. Trotzdem: Er sei mit Christian Lindner im Kontakt, aber auch mit vielen anderen Parteifreunden. „Es braucht eine liberale Stimme.“
Noch deutlicher wurde er beim Ziehen der Brandmauer zur AfD: „Mit der AfD kann es keine Zusammenarbeit geben. Das ist eine Partei, die von Problemen profitieren will, statt sie zu lösen.“ Die AfD sei näher an Russland und an Putin als an deutschen Sicherheitsinteressen. „Die Partei duldet bewusst Radikale in ihren eigenen Reihen. Die AfD ist das absolute Gegenteil zur individualistischen und optimistischen FDP.“




