In Zusammenhang mit City-Club-Razzia: Polizei durchsucht 19 Wohnungen im Großraum Augsburg – Drogen sichergestellt, ein Mann festgenommen

Presse Augsburg
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Ein halbes Jahr nach der groß angelegten Razzia im Augsburger City Club hat die Polizei erneut zugeschlagen. Am frühen Mittwochmorgen vollzogen Einsatzkräfte zeitgleich 19 Durchsuchungsbeschlüsse im Auftrag der Staatsanwaltschaft Augsburg. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach der Club-Razzia Ende Januar.

Durchsucht wurden insgesamt 17 Wohnobjekte im Stadtgebiet Augsburg und im Landkreis Augsburg sowie jeweils ein Objekt im Landkreis Amberg-Sulzbach und im Landkreis Landshut. Grundlage der Maßnahmen sind Ermittlungen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Gericht erklärt Durchsuchung des theter ensemble nach City-Club-Razzia für rechtswidrig

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Nord richtet sich der Tatverdacht gegen 19 Personen im Alter zwischen 22 und 51 Jahren, die sich bei der Durchsuchung des City Clubs am 31. Januar beziehungsweise 1. Februar 2026 im Club aufgehalten hatten. Das Amtsgericht Augsburg hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft die entsprechenden Durchsuchungsbeschlüsse erlassen.

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Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler in zwölf Objekten Betäubungsmittel sicher. In einer Wohnung wurden nach Polizeiangaben mehr als 550 Gramm Marihuana gefunden. Darüber hinaus entdeckten die Beamten unter anderem Amphetamin, Kokain, MDMA, Haschisch, LSD, Ecstasy und Methamphetamin. Die genaue Menge sowie der Wirkstoffgehalt werden derzeit noch kriminaltechnisch untersucht.

Ein 39-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn besteht nach aktuellem Ermittlungsstand der Verdacht der Herstellung sowie des bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln. Ob gegen den Mann Haftbefehl erlassen wird, soll nun ein Haftrichter entscheiden.

Außerdem vollstreckten die Einsatzkräfte einen bereits bestehenden Vollstreckungshaftbefehl gegen einen 20-Jährigen, der wegen einer rechtskräftigen Verurteilung in einer anderen Sache gesucht wurde. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen prüft die Polizei bei mehreren Tatverdächtigen den Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln sowie des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln.

An der Durchsuchungsaktion waren rund 200 Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Schwaben Nord sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei beteiligt. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Einzelheiten wollen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht bekannt geben. Nach Polizeiangaben besitzen die Tatverdächtigen die deutsche und die italienische Staatsangehörigkeit.

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City Club kritisiert erneute Razzia: „Unverhältnismäßiger Polizeieinsatz“

Der City Club kritisiert die am Mittwochmorgen durchgeführten Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit der Razzia vom 31. Januar 2026 scharf. Nach Angaben des Clubs wurden 19 Personen durchsucht, darunter drei Mitarbeitende und mehrere Veranstalter. Dabei seien nach aktuellem Kenntnisstand keine Betäubungsmittel gefunden worden.

Aus Sicht des City Clubs haben weder die Ergebnisse der ursprünglichen Razzia noch die aktuellen Durchsuchungen den Verdacht gegen den Geschäftsführer wegen mutmaßlichen Drogenhandels bestätigt. Die Betreiber stellen deshalb erneut die Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes infrage. Sie kritisieren insbesondere den hohen Personalaufwand mit rund 200 Einsatzkräften, die Belastung für Betroffene und deren Familien sowie die Beschlagnahmung privater Smartphones. Nach Darstellung des Clubs habe der umfangreiche Einsatz bislang lediglich gegen eine dem Team unbekannte Person zu strafrechtlichen Konsequenzen geführt. Die Betreiber sehen den Umfang und die Intensität der Maßnahmen daher als unverhältnismäßig an.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.