Der ehemalige Kultur-, Sport- und Welterbereferent legt sein Mandat zum 31. August nieder. Als Nachrücker kommt Josef Kirchmeier in die Grünen-Fraktion.
Wechsel nach München
Jürgen Enninger gibt sein Stadtratsmandat aus beruflichen Gründen ab. Der ehemalige Kultur-, Sport- und Welterbereferent übernimmt künftig die Leitung des Münchner Kreativquartiers Jutier- und Tonnenhalle und verlegt seinen Lebensmittelpunkt wieder nach München.
„Die Entscheidung, mein Stadtratsmandat zum 31. August niederzulegen, fällt mir wirklich schwer. Augsburg ist mir in den vergangenen sechs Jahren sehr ans Herz gewachsen“, erklärt Enninger. Seine neue Aufgabe erfordere jedoch seine volle Kraft und die Rückkehr nach München.
Die Vorsitzenden der Grünen Stadtratsfraktion, Martina Wild und Peter Rauscher, würdigen Enningers Arbeit: „In den letzten sechs Jahren haben wir gemeinsam mit Jürgen Enninger als Kultur- und Sportreferenten viel erreicht. Jürgen Enninger hat die Augsburger Kultur- und Sportlandschaft mit seinen innovativen Ansätzen und seiner Kreativität geprägt.“
Josef Kirchmeier rückt nach
Nach dem Ergebnis der Kommunalwahl wäre zunächst Claudia Roth nachgerückt. Die Bundestagsabgeordnete kann das Mandat aufgrund ihrer neuen Funktionen und regelmäßiger Terminüberschneidungen mit den Stadtratssitzungen jedoch nicht annehmen. Deshalb übernimmt Josef Kirchmeier das Mandat.
Der 29-Jährige studiert Nachhaltigkeitsmanagement und arbeitet als Bildungsreferent in der ökologischen Landwirtschaft. Zudem engagiert er sich seit mehreren Jahren bei den Grünen und in der Grünen Jugend.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und auf die verantwortungsvolle Aufgabe im Stadtrat. Kommunalpolitik ist für mich eine echte Herzensangelegenheit, weil hier Entscheidungen getroffen werden, die das Leben der Menschen unmittelbar verbessern“, sagt Kirchmeier.
Streit um Besetzung des Referentenpostens
Enninger hätte sein Amt als Kulturreferent nach eigener Aussage gerne fortgesetzt. Die Besetzung der Leitung des Referats für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Welterbe durch die aktuelle Stadtregierung war jedoch ohne Ausschreibung erfolgt. Enninger klagte dagegen, während die Grüne Stadtratsfraktion eine Aufsichtsbeschwerde bei der Regierung von Schwaben einreichte.
Das Verwaltungsgericht Augsburg wies die Klage in erster Instanz ab. Auch der Beschwerde bei der Regierung von Schwaben wurde nicht stattgegeben. Enninger hat sich nun entschieden, nicht in die nächste Instanz zu gehen und sich vollständig seiner neuen Aufgabe in München zu widmen.

