Kanuslalom | Funk und Hegge stark, Lilik im Rennen

Zur Halbzeit der nationalen Kanuslalom-Qualifikation richtet sich der Blick in Augsburg naturgemäß besonders auf die eigenen Sportlerinnen und Sportler von Kanu Schwaben Augsburg. Nach vier von acht Wertungsrennen zeichnen sich bereits erste klare Tendenzen ab, sowohl mit sehr guten Ausgangspositionen als auch mit noch offenen Baustellen vor dem entscheidenden Heimspiel in der kommenden Woche. Während einige Augsburger Athleten bereits auf WM-Kurs liegen, bleibt in anderen Disziplinen noch reichlich Bewegung im System.

Besonders deutlich fällt aus Augsburger Sicht die Zwischenbilanz bei Noah Hegge aus. Der 27-Jährige hat sich mit drei Siegen und einem zweiten Platz im Kajak-Einer klar vom Feld abgesetzt und gehört zu den dominierenden Athleten der gesamten Qualifikation. „Ich denke, ich habe mein Fahren gezeigt. Dass es reicht, ist gut. Jetzt schaue ich, dass ich es in Augsburg zu Ende bekomme und dann liegt der volle Fokus auf Cross“, so Hegge. Vor dem entscheidenden Wochenende in Augsburg beschreibt er die besondere Situation als Lokalmatador und Favorit:„Ich glaube, ich habe hier am meisten zu verlieren. Von mir wird erwartet, dass ich mich ins Team fahre – und möglichst als Erster.“

Die Ausgangslage vor den Heimrennen ist damit komfortabel, aber nicht ohne Druck.

Elena Lilik im engen WM-Kampf

Im Canadier-Einer der Frauen gehört Elena Lilik zu den Athletinnen, die sich mitten im WM-Kampf befinden. Mit wechselhaften, aber insgesamt stabilen Ergebnissen liegt sie aktuell auf Rang drei – in unmittelbarer Schlagdistanz zu den Topplätzen. Die Konkurrenz ist eng: Mehrere Athletinnen liegen punktgleich oder nur knapp getrennt. Für Lilik bedeutet das: In Augsburg wird die Entscheidung über die WM-Startplätze praktisch auf Augenhöhe fallen.

Im Kajak-Einer ist Ricarda Funk (Augsburg/Bad Kreuchach) wohl weiter eine Klasse für sich. Sie gewann alle vier Wertungsrennen des Wochenendes. Nicht ganz so deutlich ist die Situation in dieser Bootsklasse Canadier 1 bei den Herren. Der Augsburger Dauerbrenner Sideris Tasiadis konnte eines der Rennen für sich entscheiden, für ihn kommt es auf das Heimwochenende an. In der aktuellen Gesamtpunktwertung liegt Timo Trummer (KV Zeitz) vorn. Er hat zwei zweite, einen dritten und einen fünften Platz zu Buche stehen. Dennoch lassen die Ergebnisse in keinster Weise eine Prognose zu. Es bleibt spannend!

Heimvorteil Augsburg: Jetzt wird es ernst

Für die Augsburger Athletinnen und Athleten bedeutet die kommende Woche einen klaren Vorteil,  aber auch maximale Verantwortung. Auf der heimischen Strecke im Eiskanal fallen die Entscheidungen um die Plätze im WM-Kader bei den letzten vier Rennen der Qualifikation.

Mit insgesamt acht Wertungsrennen, von denen die zwei schlechtesten gestrichen werden, bleibt die Rechnung offen, aber die Richtung ist klar: Augsburg wird zur entscheidenden Bühne für die WM-Nominierung.

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