Kelheim |  Zwei Jugendliche (16) verunglücken mit Luxus-SUV – einer stirbt

Am Mittwochabend, dem 14. August 2024, ereignete sich auf der Staatsstraße 2233 bei Kelheim ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 16-jähriger Jugendlicher tödlich verletzt wurde. Zwei junge Menschen, beide 16 Jahre alt und aus dem Landkreis Kelheim, waren mit einem Audi Q7 unterwegs, als das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße abkam. Der SUV riss die Leitplanke heraus, prallte gegen einen Holzstapel und wurde schließlich zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Der Aufprall war so stark, dass der Audi Q7 nur noch ein Wrack war.

Bild: vifogra

Laut Informationen der Polizeiinspektion Kelheim verschaffte sich der 16-jährige Fahrer unbefugt Zugang zu dem Fahrzeug, das einem seiner Verwandten gehört. Gegen 22:45 Uhr fuhr er die St2233 in Richtung Weltenburg, als er in einer Kurve vor der Abzweigung zur Kreisstraße KEH18 die Kontrolle über den Wagen verlor. Dabei kollidierte der Pkw mit einem Holzstoß. Der Fahrer war zudem erheblich alkoholisiert.




Die örtlichen Rettungskräfte wurden unter dem Alarmstichwort „Person schwerst eingeklemmt“ zur Unfallstelle gerufen. Bernhard Kleiner, Kommandant der Feuerwehr Kelheim, schilderte die dramatischen Minuten nach dem Eintreffen: „Eine Person war aus dem Fahrzeug herausgeschleudert worden, eine weitere schwerst eingeklemmt im Wagen. Es handelte sich um einen Alleinunfall. Wir begannen sofort mit der Crashrettung.“

Trotz des schnellen Einsatzes kam für den Beifahrer jede Hilfe zu spät. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer des Fahrzeugs wurde schwer verletzt und umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz, um medizinische Hilfe vor Ort zu leisten.

„Es ist immer schrecklich, wenn so etwas passiert, besonders wenn es Jugendliche betrifft“, sagte Kleiner betroffen. Er betonte, dass die Rettung unabhängig vom Alter der Beteiligten höchste Priorität habe, doch der Verlust eines jungen Lebens sei besonders tragisch.

Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld: Die zerstörte Leitplanke lag abseits der Straße, der Holzstapel war schwer beschädigt, und der Audi Q7 lag als Wrack auf der Fahrbahn. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden, während ein Gutachter die Unfallursache vor Ort untersuchte. Die Straße war während des gesamten Einsatzes vollständig gesperrt.

Gegen den 16-jährigen Fahrer wird nun wegen fahrlässiger Tötung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkohol sowie unbefugtem Benutzen eines Kraftfahrzeugs ermittelt. Ein Notfallseelsorger sowie der Stadtpfarrer waren ebenfalls vor Ort, um den Einsatzkräften Beistand zu leisten. Auch in den kommenden Tagen wird psychologische Unterstützung für die Einsatzkräfte bereitgestellt.

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