Klimaschutzpreis 2026: power2move aus Kempten ausgezeichnet

Presse Augsburg
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Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber hat power2move am 12. Oktober in München mit dem Bayerischen Klimaschutzpreis 2026 ausgezeichnet. Prämiert wurde ein gemeinsam mit Kemptener Busunternehmen und der Hochschule Kempten entwickeltes Konzept für die Elektrifizierung des Stadtverkehrs.

Die Auszeichnung würdigt herausragendes Engagement für den Klimaschutz und Projekte, die innovative Ideen praktisch umsetzen. Das Beratungsunternehmen power2move (p2m) entstand 2023 aus einem gemeinsamen Projekt der Busunternehmen Haslach Bus und Berchtold’s Autoreisen mit den Hochschule-Kempten-Dozenten Prof. Dr. Martin Steyer und Norbert Grotz.

Simulation als Grundlage für die Elektrifizierung

Die Projektpartner entwickelten eine maßgeschneiderte Simulationssoftware, die den Energiebedarf des Busbetriebs unter realen Bedingungen analysiert. Dabei berücksichtigt sie unter anderem Fahrpläne, Streckenprofile, topografische Gegebenheiten und Wetterdaten.

Auf dieser Grundlage konnten Fahrzeugmodelle, Ladepunkte, Batteriespeicher und Photovoltaikanlagen aufeinander abgestimmt werden. So ließ sich die Umstellung des kompletten Stadtbusverkehrs technisch und wirtschaftlich planen.

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27 Elektrobusse im Einsatz

Im Kemptener Stadtverkehr sind inzwischen 27 Elektrobusse im Einsatz. Nach Angaben des Unternehmens legen sie gemeinsam jährlich rund 1,5 Millionen Kilometer zurück. Gegenüber dem früheren Dieselbetrieb werden dadurch etwa 630.000 Liter Diesel und rund 1.700 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.

Haslach Bus und Berchtold’s Autoreisen investierten rund 25 Millionen Euro in Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Energieerzeugung. Photovoltaikanlagen auf den Betriebshöfen liefern einen Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort.

„Der Bayerische Klimaschutzpreis ist für uns eine besondere Anerkennung – nicht nur für die technische Entwicklung, sondern auch für den Weg, den wir gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und der Hochschule Kempten gegangen sind“, sagte Prof. Dr. Martin Steyer, Mitgründer und Geschäftsführer von power2move. Der Ansatz soll nach Angaben des Unternehmens auf weitere Verkehrs- und Logistikunternehmen übertragbar sein und damit zur Mobilitätswende in Bayern und darüber hinaus beitragen.

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