Am Dienstagnachmittag, den 22. August 2023, kam es in einer Unterkunft für Asylsuchende in Schonstett zu einem Polizeieinsatz, bei dem auch Spezialeinsatzkräfte (SEK) zum Einsatz kamen. Grund dafür war ein Streit zwischen zwei Bewohnern, bei dem einer den anderen mit einem Messer verletzt haben soll. Der Verletzte konnte nach der Tat fliehen und wurde ärztlich versorgt. Der Angreifer wurde später an einem nahegelegenen Badeweiher festgenommen.

Am Dienstag, den 22.08.2023, gegen 14:00 Uhr wurde über den Polizeinotruf eine Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern einer Asylunterkunft in Schonstett gemeldet. Dabei soll ein 55-jähriger Mann ukrainischer Staatsangehörigkeit einen 25-jährigen Georgier mit einem Messer im Oberkörperbereich verletzt haben. Der Verletzte konnte unmittelbar nach dem Angriff aus dem Gebäude fliehen, während der Angreifer ihm zunächst folgte. Der 55-jährige Ukrainer kehrte jedoch kurz darauf in die Unterkunft zurück. Da es konkrete Hinweise darauf gab, dass von ihm eine Gefahr für andere ausgehen könnte, wurden zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Polizeidienststellen zum Einsatzort beordert und das SEK sowie die Verhandlungsgruppe angefordert. Der verletzte 25-Jährige wurde mittlerweile ärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Seine Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich. Da der Angreifer offensichtlich mit einem Messer bewaffnet war und somit eine Gefahr für die Polizeibeamten bestand, wurde die Unterkunft, in der er sich aufhielt, zunächst umstellt und ein möglicher Zugriff durch das SEK vorbereitet.
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Nachdem das Gebäude durchsucht wurde, in dem sich der vermeintliche Tatverdächtige aufhalten sollte, stellte sich heraus, dass er nicht mehr dort war. Während der gleichzeitig stattfindenden Fahndungsmaßnahmen in Schonstett wurde schließlich eine männliche Person an einem Badeweiher in der Nähe der Unterkunft gefunden. Der 55-Jährige konnte zweifelsfrei identifiziert und von den Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ohne Widerstand festgenommen werden. Anschließend wurde er zur Polizeiinspektion Wasserburg gebracht, um weitere polizeiliche Maßnahmen durchzuführen.
Die Spurensicherung am Tatort wurde vom Kriminaldauerdienst (KDD) der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim übernommen.

