Die Krise der Augsburger Panther spitzt sich weiter zu. Beim Spitzenreiter Adler Mannheim kassierte der AEV eine deutliche 0:7-Niederlage – ein Ergebnis, das die aktuelle Formschwäche schonungslos offenlegt. Obwohl die Panther in vielen Phasen mithielten, nutzte Mannheim seine Möglichkeiten eiskalt und zeigte, warum sie an der Tabellenspitze stehen.
Verändertes Lineup – Jones erhält den Start
Im Lazarett gab es keine Bewegungen: T.J. Trevelyan und Fabrizio Pilu fehlten weiterhin. Trotzdem nahm das Trainerteam Anpassungen vor. Peyton Jones rückte für Michael Garteig ins Tor, in der Defensive ersetzte Leon van der Linde den zuletzt eingesetzten Liron Pelizzarri. Im Angriff kehrte zudem Joe Cramarossa als neunter Importspieler ins Team zurück.
Zu Beginn hatten die Panther direkt Glück, nicht früh in Rückstand zu geraten. Danach präsentierten sie sich aber stabil und spielten bis zum ersten Gegentor auf Augenhöhe. Die Anfangsphase war temporeich und fast ohne Unterbrechungen, doch die Effizienz sollte an diesem Nachmittag klar auf Seiten der Adler liegen.
Mannheim nutzt jede Chance – AEV bleibt erfolglos
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase traf Nicolas Mattinen mit einem präzisen Schuss zum 1:0 (11.). Die Panther blieben zwar im Spiel, doch Kristian Reichel erhöhte in Überzahl (18.). Kurz darauf hatte der AEV die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer: 35 Sekunden lang spielte man mit zwei Mann mehr. Chancen waren vorhanden, Tore jedoch nicht – und so ging es mit einem 0:2 in die Pause.
Der Spitzenreiter zieht davon – Solow eröffnet den Torreigen
Im Mitteldrittel drückte Augsburg zunächst weiter, verpasste aber die nötige Konsequenz im Abschluss. Cramarossa scheiterte beispielsweise nur an der Latte (24.). Ganz anders die Adler: Mit ihrem ersten Angriff des Drittels erhöhte Zachary Solow per Konter auf 3:0 (25.).
Nur wenige Minuten später legte Solow nach und schnürte seinen Doppelpack (28.). In der Folge traf Mannheim zweimal im Powerplay: Anthony Greco (29.) und Justin Schütz (31.) schraubten das Ergebnis auf 6:0. Ein Spiel, das zur Halbzeit bereits entschieden war – trotz nahezu ausgeglichener Schussstatistik.
Letztes Drittel ohne Spannung – Kühnhackl setzt den Schlusspunkt
Nach 40 Minuten standen 15:13 Schüsse für Mannheim auf dem Papier, aber eben ein klares 6:0 auf der Anzeigetafel. Goalie Peyton Jones war an keinem Treffer ernsthaft schuld. Einmal lag der Puck sogar im Mannheimer Tor, doch die Schiedsrichter hatten – aus schwer nachvollziehbaren Gründen – bereits abgepfiffen (38.).
Im letzten Abschnitt war die Partie gelaufen. Die Adler nahmen Tempo heraus, blieben aber dennoch gefährlich. Tom Kühnhackl sorgte schließlich in der 50. Minute für den 7:0-Endstand.
Mit den beiden Niederlagen an diesem Wochenende wird die Lage für die Augsburger Panther im Kampf um die Playoffs immer ernster. Trotz ordentlicher Phasen bleibt die Mannschaft aktuell zu ineffektiv – und defensiv zu anfällig für ein Team mit hohen Ansprüchen.


