Die jüngste Analyse der Tatverdächtigen in Niederbayern zeigt, dass der überwiegende Teil der Täter männlich ist. Von den insgesamt 510 ermittelten Tatverdächtigen im Jahr 2025 waren 83,92% Männer. Zudem befanden sich mehr als die Hälfte der Verdächtigen zur Tatzeit unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.
Demografische Daten der Tatverdächtigen
Im Berichtsjahr wurden 386 deutsche und 124 nichtdeutsche Personen als Tatverdächtige identifiziert. Unter den nichtdeutschen Verdächtigen befanden sich 41 Zuwanderer. Eine alarmierende Zahl ist, dass 24,7% der Tatverdächtigen als Wiederholungstäter bei Gewaltdelikten gegen Polizeibeamte auffallen.
Angriffe auf offener Straße
Ein signifikanter Anteil von 44% der Angriffe auf Polizeibeamte ereignete sich auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Freiheitsentziehende Maßnahmen, wie Festnahmen oder Unterbringungen, waren die Hauptursache der gewalttätigen Übergriffe. In nahezu allen Fällen wendete die Polizei einfache, körperliche Gewalt oder Fesselungen an, um die Situation zu kontrollieren.
Sicherheit der Einsatzkräfte im Fokus
Polizeipräsident Roland Kerscher betont die hohe Priorität des Schutzes der Einsatzkräfte: „Der Schutz unserer Einsatzkräfte hat für das Polizeipräsidium Niederbayern höchste Priorität.“ Dies wird durch moderne Ausrüstung und kontinuierliches Training unterstützt. Zudem werden enge Kooperationen mit Justizbehörden gepflegt, um beschleunigte Ermittlungsverfahren bei Gewaltvorfällen durchzuführen.
Vergleiche zwischen Städten und Landkreisen zeigen unterschiedliche Häufigkeitszahlen: In den großen Städten wie Passau und Landshut sind die Zahlen höher, während die Landkreise einen Rückgang verzeichnen. Passau verzeichnete den höchsten Anstieg mit 104 Fällen im Vergleich zum Vorjahr.
Abschließend stellt Kerscher klar: „Gewalt gegen unsere Kolleginnen und Kollegen ist kein Berufsrisiko, das als selbstverständlich hingenommen werden darf. Wir werden jeder Form von Gewalt mit aller Konsequenz entgegentreten.“

