Ein 41-Jähriger hat am Nürnberger Hauptbahnhof mit der Ankündigung einer Bombe in einem Rucksack einen Polizeieinsatz ausgelöst. Sprengstoff wurde nicht gefunden, später nahmen Bundespolizisten den Mann fest.
Der Mann hatte am Samstag gegen 9 Uhr am Informationsschalter in der Mittelhalle einen Rucksack abgegeben und erklärt, darin befinde sich eine Bombe. Anschließend entfernte er sich unerkannt. Die Mittelhalle wurde geräumt und für die Überprüfung des Gepäckstücks gesperrt. Nachdem der Entschärfungsdienst der Bundespolizei keinen Sprengstoff festgestellt hatte, wurde die Sperrung gegen 10 Uhr aufgehoben.
Verdächtiger kehrt zum Hauptbahnhof zurück
Gegen 11.45 Uhr erkannten Bundespolizisten den zunächst unbekannten Mann wieder, als er sich erneut im Nürnberger Hauptbahnhof aufhielt, und nahmen ihn fest. Bei ihm handelt es sich um einen 41-Jährigen mit deutsch-russischer Staatsangehörigkeit. Die Hintergründe seines Handelns blieben unklar. Auf die Beamten machte der Mann teilweise einen verwirrten Eindruck. Zudem wurde eine Alkoholisierung wahrgenommen, woraufhin eine Blutentnahme durchgeführt wurde.
Auch die Wohnung des Mannes wurde durchsucht. Dort fanden die Einsatzkräfte ebenfalls keine Sprengmittel. Die Nürnberger Kriminalpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten nach § 126 StGB ein. Die Staatsanwaltschaft stellte gegen den strafrechtlich vorbelasteten Mann Haftantrag. Er soll am Sonntag zur Klärung der Haftfrage einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
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