Mordurteil in Augsburg: Lebenslange Haft für Gino F. im Fall Nina H.

Foto: Bruder
Presse Augsburg
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Das Landgericht Augsburg hat Gino F. wegen des Mordes an der dreifachen Mutter Nina H. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.

Nach Überzeugung der Richter drang Gino F. im Mai 2025 in das Wohnhaus von Nina H. im Augsburger Stadtteil Haunstetten ein und erschoss die Frau. Die Tat hatte in der Region für großes Entsetzen gesorgt. Besonders tragisch: Zwei der Kinder von Nina H. befanden sich zum Zeitpunkt des Verbrechens im Haus und alarmierten anschließend die Rettungskräfte.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Gino F. die Tat nicht aus eigenem Antrieb beging. Nach den Ermittlungen soll Christian S., der ehemalige Partner des Opfers, den Verurteilten mit Geld und der Tatwaffe ausgestattet haben. Gegen Christian S. laufen weiterhin Ermittlungen. Die Behörden prüfen zudem die Rolle einer weiteren Person, die die Waffe beschafft haben soll.

Während des gesamten Prozesses bestritt Gino F. die Tatvorwürfe. Er erklärte, nicht er, sondern Christian S. sei für den Tod von Nina H. verantwortlich. Das Gericht folgte dieser Darstellung jedoch nicht. Ausschlaggebend waren unter anderem Spuren von Blut des Opfers, die auf einer Mütze von Gino F. gefunden wurden.

Mit dem Urteil endet zwar der Prozess gegen den Angeklagten, juristisch abgeschlossen ist der Fall jedoch noch nicht. Der Schuldspruch ist bislang nicht rechtskräftig. Beobachter rechnen damit, dass die Verteidigung Revision einlegen wird.

Parallel zu dem Verfahren dauern die Ermittlungen gegen Christian S. und weitere mögliche Beteiligte an. Die Staatsanwaltschaft prüft weiterhin, ob es zu einer Anklage wegen Beteiligung an der Tat kommen wird. Der Fall dürfte die Justiz daher noch über längere Zeit beschäftigen.

 
 
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