Alkoholisierter Geisterfahrer verursacht Frontalzusammenstoß auf der A8

Symbolbild Unfall
Presse Augsburg
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Ein mutmaßlich alkoholisierter Geisterfahrer hat in der Nacht auf Samstag auf der A8 bei München einen schweren Frontalzusammenstoß verursacht. Trotz der Wucht des Aufpralls kamen alle Beteiligten nach ersten Erkenntnissen mit vergleichsweise leichten Verletzungen davon.

Gegen 0.45 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale der Polizei sowie der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck mehrere Notrufe über einen Falschfahrer auf der A8 in Fahrtrichtung München ein. Nur wenige Minuten später meldeten weitere Verkehrsteilnehmer einen Frontalzusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen. Daraufhin wurden zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zur Unfallstelle entsandt.

Nach bisherigen Ermittlungen war ein in München lebender Mann russischer Herkunft mit seinem BMW entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf die Autobahn aufgefahren. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr er in Richtung Stuttgart, ehe es zwischen den Anschlussstellen Langwied und Dachau zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden BMW kam. In dem zweiten Fahrzeug befanden sich insgesamt fünf Personen.

Angesichts der massiven Beschädigungen beider Fahrzeuge verlief der Unfall glimpflich. Nach der medizinischen Versorgung und Untersuchung vor Ort konnte der Rettungsdienst Entwarnung geben: Keiner der Unfallbeteiligten erlitt schwerere Verletzungen.

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Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten beim mutmaßlichen Geisterfahrer Alkoholgeruch sowie typische alkoholbedingte Ausfallerscheinungen fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest erhärtete den Verdacht einer Trunkenheitsfahrt. Daraufhin ordneten die Beamten eine Blutentnahme an, um die genaue Blutalkoholkonzentration zu bestimmen.

Beide BMW waren nach dem Zusammenstoß nicht mehr fahrbereit und mussten mit einem Abschleppkran geborgen werden. Zudem wurden der Fahrbahnbelag und die Betonschutzwand beschädigt. Den entstandenen Gesamtschaden schätzt die Polizei derzeit auf rund 85.000 Euro.

Für die Bergungs- und Reinigungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn München vorübergehend vollständig gesperrt werden. Trotz eines großen Trümmerfeldes gelang es den Einsatzkräften, die Unfallstelle zügig zu räumen. Gegen 2.45 Uhr konnte die Autobahn wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an. Gegen den Falschfahrer wird unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit ermittelt.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.