In Oberfranken hat ein mutmaßlicher Täter über Kleinanzeigen Motorräder zur Probefahrt entwendet, ohne sie zurückzugeben. Betroffen sind bislang vier Fälle in der Stadt und im Landkreis Bamberg sowie zwei in Nürnberg und Fürth, die alle von der Kriminalpolizei Bamberg bearbeitet werden.
Vorgehen des Täters
Der Betrüger hinterließ ein wertloses Pfand, wie den Schlüssel eines zuvor gestohlenen Motorrads, um das Vertrauen der Verkäufer zu gewinnen. Durch seine Motorradkenntnisse konnten Verkäufer überzeugt werden, die Identität und Fahrerlaubnis des Täters kaum oder gar nicht zu überprüfen.
Gefahr durch fehlende Überprüfung
Der Täter blieb durch fehlende Ausweiskontrolle anonym. Zudem bestand die Gefahr, dass er keine Fahrerlaubnis besaß, was den verantwortlichen Fahrzeughaltern Probleme bereiten könnte. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittelt wegen des betrügerischen Erlangens von Kraftfahrzeugen. Fünf der sechs Motorräder wurden bereits den Eigentümern zurückgegeben.
Präventionstipps der Polizei
Im April ereignete sich ein weiterer derartiger Vorfall in Hof. Die Polizei Oberfranken schätzt den Gesamtschaden auf 41.000 Euro und gibt folgende Ratschläge: Lassen Sie sich immer einen Führerschein oder ein Ausweisdokument zeigen und machen Sie eventuell ein Foto. Prüfen Sie die Identität des Kaufinteressenten genau. Schlüssel oder Kennzeichen sind ungeeignet als Pfand. Merken Sie sich Kleidung und Details des Kaufinteressenten und verständigen Sie bei Verdacht die Polizei unter Notruf 110.

