„Nach unten müssen wir jetzt nicht mehr schauen.“ | Die Stimmen zum Auswärtssieg des FC Augsburg in Bochum

Der FC Augsburg kann bereits am 29. Spieltag das Minimalziel Klassenerhalt abhaken. Nach einem 2:1-Zittersieg bei einem aufopfernd kämpfenden VfL Bochum ist dem FC Augsburg ein weiteres Jahr erste Liga nicht mehr zu nehmen. Das hatten die Beteiligten nach dem Spiel zu sagen.

Keven Schlotterbeck: „Es war am Ende ein Lucky Punch – ein super Pass von Tietz und eiskalt von Mert. Vorher war es eine umkämpfte Partie vor intensiver Kulisse – den Flair des Ruhrstadions kenne ich ja. Wir sind gut reingekommen mit dem 1:0, aber das geht dann vielen Mannschaften so, dass sie sich vor der Kulisse hier schwertun. Der Glaube darf aber nie fehlen, selbst nach der Roten Karte waren wir uns sicher, dass wir es noch schaffen können. Für den Endspurt gilt: Angriff ist die beste Verteidigung, nach unten müssen wir jetzt nicht mehr schauen.“

Finn Dahmen: „Hier in Bochum herrscht immer eine Wahnsinnsstimmung und es macht Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen. Ich hatte viel zu tun, eigentlich zu viel – aber ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinen Paraden helfen konnte und wir das Spiel am Ende glücklich gewonnen haben. Darüber sind wir super happy, denn ein Großteil des Spiels vor war von uns nicht gut. Wir sind im ersten Durchgang gut ins Spiel gekommen und gehen verdient 1:0 in Führung. Mitte der ersten Halbzeit haben wir dann ein bisschen den Faden verloren und waren nicht mehr so aktiv. Umso mehr Respekt an die ganze Mannschaft, wie wir nach der Roten Karte agiert haben. Das 2:1 war natürlich super gespielt von Phillip und Mert.“

Mert Kömür: „Es ging alles ganz schnell, auf einmal kam die Rote Karte, der Coach hat mich gerufen und dann stand ich plötzlich vor dem Tor. Es ist ein unglaubliches Gefühl und es macht mich sehr stolz, dass ich der Mannschaft mit einem Tor heute helfen konnte. Ich nehme alle Erlebnisse mit und versuche alles aufzusaugen. Wir schauen immer auf das nächste Spiel, das hat in den letzten Wochen gut geklappt und so wollen wir weiter machen. Durch gute Arbeit kommen dann Erfolge wie heute zustande. Auf der Rückfahrt wird ein bisschen Musik gehört.“

Philipp Hofmann (VfL Bochum): „Es ist gerade extrem enttäuschend. Wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht, wie so oft in dieser Saison und dann aber keine Punkt geholt. Das kostet enorm viel Kraft und ist extrem ärgerlich. Heute braucht jeder diesen Abend für sich, um das zu verarbeiten. Aber dann geht es weiter. Ab der 25. Minute waren wir richtig gut drin im Spiel, das können wir mitnehmen für die nächsten Spiele. Daraus müssen wir lernen und unsere Fehler abstellen. Wir müssen vorne noch gieriger sein, das Tor machen wollen und auch mal in Führung gehen – das würde uns guttun. Wenn wir einmal im Spiel sind, mutig und zielstrebig agieren, sieht man, dass wir mitspielen können in der Bundesliga. Das muss in den Kopf rein.

Maxi Wittek (VfL Bochum): „So ein Spiel dürfen wir nicht aus der Hand geben. Wir hätten mindestens das Unentschieden holen müssen. Wir haben es am Ende der ersten Halbzeit und gerade in der zweiten Halbzeit geschafft, gemeinsam mit den Fans eine Welle zu erzeugen. Dann machen wir den Ausgleich und haben noch weitere gute Torchancen. Aber am Ende des Tages musst du den Punkt mitnehmen. Jetzt muss unser Ziel ganz klar Platz 16 sein, alles andere müssen wir ausblenden“

Zittern, kämpfen, siegen | FC Augsburg sichert sich mit Zittersieg in Bochum den vorzeitigen Klassenerhalt

Jess Thorup (Trainer FC Augsburg): „Fußball ist manchmal Wahnsinn – wir hatten eine gute Phase zu Beginn und sind verdient in Führung gegangen, haben dann aber das Spiel aus der Hand gegeben. In der zweiten Hälfte standen wir von Beginn an unter Druck, kassieren den Ausgleich und dann noch eine Rote Karte. Eigentlich muss man dann nur noch versuchen, den Punkt zu verteidigen – aber wir holen in Unterzahl trotzdem den Sieg. Durch so ein Spiel bin ich drei bis vier Jahre älter geworden, aber es war fantastisch, nach dem Spiel mit den Fans die drei Punkte zu feiern.“

Dieter Hecking (Trainer VfL Bochum): „Zu Beginn hat man gemerkt, dass das Stuttgart-Spiel noch nachgewirkt hat. Das 0:1 hätten wir auch ein paar Mal vorher klären können. Ab der 30. Minute war es dann besser, und in der zweiten Halbzeit sind wir ins Risiko gegangen, haben Druck entfacht und eine Vielzahl an guten Chancen gehabt. Aber auf der anderen Seite stand ein guter Torwart. Mit der Überzahl wollten wir den Druck noch weiter erhöhen – und dann passiert, was nicht passieren darf: In einer Situation, in der wir zwei gegen sieben stehen, kassieren wir das 1:2. Das ist bitter, weil wir wieder einmal nicht die schlechtere Mannschaft waren.“

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