In Memmingen fiel der Startschuss für eines der größten Krankenhausbauprojekte Bayerns: der neue Gesundheitscampus für das Klinikum und das Bezirkskrankenhaus Memmingen. Auf einer Fläche von rund 7,7 Hektar entsteht ein hochmodernes Zentrum für Gesundheitsversorgung, das die medizinische Infrastruktur der Region nachhaltig stärken wird.
Beim Spatenstich am 14. Oktober waren hochrangige Vertreter wie Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsministerin Judith Gerlach anwesend und betonten die überregionale Bedeutung des Projekts. „Dieses Projekt zeigt, dass Spitzenmedizin in Bayern nicht nur in Großstädten zu finden ist“, so Söder.
Moderner Klinikneubau mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Patientenkomfort
Das rund 516 Millionen Euro teure Projekt umfasst zeitgemäße Ein- und Zweibettzimmer, eine Intensivstation und eine Pandemiestation mit 28 Betten, die über einen separaten Zugang verfügt. Zusätzlich wird der Neubau einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach erhalten und ist somit bestens für Notfälle ausgestattet. Eine durchdachte Wegeführung soll die Prozessabwicklung optimieren, während nachhaltige Technologien wie Wärmetauscher für eine umweltfreundliche Beheizung des Gebäudes sorgen.
Klinikleitung und Bauherren sehen „Jahrhundertprojekt“ für Schwaben
Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacher hob die strategische Lage am Autobahnkreuz A7/A96 hervor, die den Standort ideal für eine optimale Patientenversorgung macht. „Mit diesem Klinikneubau sichern wir die medizinische Zukunft der Region,“ erklärte Klinikvorstand Maximilian Mai. Stefan Brunhuber, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken Schwaben, betonte ebenfalls die Tragweite dieses „Jahrhundertprojekts“, das die stationäre und tagesklinische Versorgung für psychische Gesundheit mit erweiterten Kapazitäten deutlich ausbauen wird.
Ausbau medizinischer Dienstleistungen auf dem Gesundheitscampus geplant
Die Verantwortlichen sehen den Gesundheitscampus als zukunftsorientierte Plattform, die Raum für weitere Einrichtungen wie ein ambulantes OP- und Facharztzentrum, ein Physiozentrum sowie weitere Gesundheitsdienste bieten könnte. Dadurch sollen umfassende Gesundheits- und Versorgungsangebote an einem zentralen Standort gebündelt werden. „Der Gesundheitscampus könnte als Vorbild für moderne, interdisziplinäre Gesundheitszentren in ganz Bayern dienen“, sagte Mai beim Spatenstich.

Mit einer voraussichtlichen Fertigstellung bis 2029 wird das Bauprojekt die Gesundheitsversorgung in Schwaben und Umgebung auf ein neues Niveau heben und die infrastrukturelle Grundlage für eine qualitativ hochwertige medizinische Zukunft schaffen.


