Neue Ausstellung im Wittelsbacher Schloss Friedberg – Zwischen Baiern und Schwaben. Das Lechtal im frühen Mittelalter

Das frühe Mittelalter gehört zweifellos zu den spannendsten Kapiteln in der bayerischen Geschichte. Erstmals werden in einer umfassenden Zusammenschau archäologische Funde des ausgehenden 5. bis frühen 8. Jahrhunderts aus dem Lechtal präsentiert.

Lechtal 1

Dabei erweist sich diese alte Kulturlandschaft als überaus reiche Quelle archäologischer Kostbarkeiten: Exzellent gearbeiteter Goldschmuck, Gürtelschnallen aus Walrippe oder wertvolles bronzenes Tafelgeschirr dokumentieren neben dem hohen Rang der Handwerkskunst auch weitreichende Beziehungen in ferne Regionen.

Im frühen Mittelalter entwickelten sich neue Siedlungs- und Herrschaftsstrukturen, die das Leben in der Region um die einst so bedeutende Römerstadt Augsburg für viele Jahrhunderte prägen sollten.

Das Lechtal gehörte damals zum neu eingerichteten baierischen Herzogtum mit Augsburg als bedeutendem Hauptort und frühem Bischofssitz. Erst im ausgehenden 8. Jahrhundert wurde der Lech zur Grenze zwischen Baiern und Schwaben.

Die beeindruckenden archäologischen Funde geben Einblicke in die Gesellschaftsstrukturen jener Zeit, beleuchten die wirtschaftlichen Grundlagen und berühren Aspekte des kulturellen und religiösen Lebens.

Die Ausstellung wird von LEADER gefördert und ist in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, den Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Stadtarchäologie, und der Archäologischen Staatssammlung München entstanden.

Es erscheint ein reich bebilderter Katalog.

ZWISCHEN BAIERN UND SCHWABEN. DAS LECHTAL IM FRÜHEN MITTELALTER

Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg

16. Dezember 2023 – 17. März 2024