Eine historische Heimpleite gegen Leipzig, ein blamables Pokal-Aus gegen Bochum – die Problemstellen bleiben die gleichen. Jetzt kommt Dortmund. Der FC Augsburg muss dringend neue Spielideen umsetzen.
Auf der Pressekonferenz vor dem Freitagabendspiel gegen Borussia Dortmund (20:30 Uhr/WWK Arena) versuchte FCA-Trainer Sandro Wagner betont locker zu wirken. Das 0:6 gegen RB Leipzig und das Pokal-Aus unter der Woche in Bochum scheinen beim Augsburger Übungsleiter keine sichtbaren Spuren hinterlassen zu haben. Der Frage nach seinem aktuellen Befinden wich er aus. Auch von seiner Spielidee ist er weiterhin überzeugt, möchte diese nicht aufgeben und plant nur geringfügige Anpassungen abhängig vom Gegner.
Dortmund ist stark, wo Augsburg Schwächen zeigt
Heute Abend kommt Borussia Dortmund. Der BVB reist als Tabellenvierter in die Schwabenmetropole. Unter Trainer Niko Kovac haben sich die Schwarzgelben wieder zu einer echten Größe in der Bundesliga entwickelt, spielen konstanten und effizienten Fußball. Aus einer stabilen Fünferkette heraus schalten sie schnell um. Unter anderem die Nationalspieler Julian Brandt und Karim Adeyemi stehen für diesen schnellen, attraktiven Umschaltfußball. An vorderster Stelle wartet mit Serhou Guirassy zudem ein torgefährlicher Angreifer (vier Saisontreffer). Dortmund ist gerade dort stark, wo der FCA aktuell Probleme hat.
Ein Plan B sollte her
Gegen den Abwehrverbund der Westfalen wird es sicher nicht leichter als zuletzt, zu zwingenden Torchancen zu kommen. Wenn sich Augsburg zu dem erneut so konteranfällig zeigt wie in den vergangenen drei Spielen, könnte es auch heute wieder böse enden. Ein echter Plan B könnte dem FC Augsburg gut tun. Ob Wagner diesen ziehen will, scheint nach seinen Aussagen am Donnerstag jedoch zumindest fraglich. Immer wieder betonen Geschäftsführer Ströll und Sportdirektor Weber, dass man weiterhin vom Trainer und seinem Weg überzeugt sei.
Personelle Optionen
Das Selbstvertrauen der Mannschaft dürfte nach den vergangenen Partien allerdings nicht besonders groß sein, doch personell kann Sandro Wagner fast aus dem Vollen schöpfen. Zwar fehlt der schmerzlich vermisste Kapitän Jeff Gouweleeuw weiterhin, aber hinter dem gegen Bochum angeschlagenen Matsima steht nur noch ein kleines Fragezeichen. Die Startelf wird im Vergleich zum Bochum-Spiel voraussichtlich erneut ein anderes Gesicht bekommen.





