In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 1973 ereignete sich im Oberasbacher Gemeindeteil Kreutles ein tragisches Verbrechen. Die damals 12-jährige Marion Baier wurde Opfer eines bis heute unbekannten Täters. Aufgrund neuerlicher Untersuchungen von Beweismitteln verfolgt die Kriminalpolizei Fürth nun einen neuen Ermittlungsansatz in diesem über 52 Jahre alten Cold Case.
Entdeckung der Leiche und erste Ermittlungsergebnisse
Am 02. Juli 1973 fand ein Arbeiter die Leiche von Marion Baier auf einer Fläche des Neubaugebiets an der Hainbergstraße in Oberasbach. Das Mädchen war erschlagen worden, und der teilweise entkleidete Zustand des Leichnams deutete darauf hin, dass sie einem Sexualstraftäter zum Opfer fiel. Durch intensive Ermittlungen konnte rekonstruiert werden, dass Marion Baier am 01. Juli 1973 das Fischerfest im benachbarten Zirndorf besucht hatte, wo sie zuletzt um 20:00 Uhr von einer Schulfreundin gesehen wurde.
Beweismittel und Zeugenaufrufe
Bereits 1974 thematisierte die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ den Mordfall Marion Baier und fokussierte sich auf einige bedeutende Beweismittel. In der Nähe des Tatorts fanden Polizeibeamte ein Silbermedaillon vom Hl. Christophorus, das dem Täter zugeordnet wird. Weitere Hinweise am Tatort waren Schuheindrücke mit dem Sohlenprofil von Turnschuhen der Marke Adidas. Auch wurden zwei verdächtige Fahrzeuge sowie ein junger Mann, mit dem sich Marion traf, in der Sendung thematisiert.
Neue Ermittlungshinweise und Belohnung
Die Kriminalpolizei Fürth und die Kriminalpolizei Kempten haben aufgrund von Parallelen im Fall Sonja Hurler aus dem Jahr 1981 neue Ermittlungen eingeleitet. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ werden am Mittwoch (21.01.2026) neue Details zu den Fällen präsentiert. Die Kriminalpolizei Fürth ruft insbesondere Zeitzeugen von 1973 und Besucher des Fischerfests auf, sich zu melden. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, setzt das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung von 10.000 Euro aus. Alle Informationen können der Kriminalpolizei unter 0911 2112-3333 mitgeteilt werden. Ein Upload-Portal steht zur Übermittlung von Fotomaterial zur Verfügung.





