Nördlingen ehrt Helmut Beyschlag als neuen Ehrenbürger

Presse Augsburg
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Bei einer Festveranstaltung in der Alten Schranne hat Nördlingen Helmut Beyschlag zum Ehrenbürger ernannt und zwei Bürgermedaillen verliehen. Zudem verabschiedete die Stadt ausgeschiedene Stadtratsmitglieder und Ortssprecher.

Am Freitag, 9. Oktober 2026, verlieh Oberbürgermeister David Wittner Helmut Beyschlag die Ehrenbürgerwürde. Beyschlag gehörte von 1984 bis 2026 dem Nördlinger Stadtrat an und war mit 42 Jahren länger als jedes andere Stadtratsmitglied in der Geschichte der Stadt im Gremium vertreten. Zudem war er 36 Jahre Mitglied des Kreistags und prägte als langjähriger Vorsitzender des TSV Nördlingen mehr als 22 Jahre das örtliche Vereinsleben.

In seiner Laudatio würdigte Wittner neben Beyschlags fachlicher Kompetenz besonders dessen Geradlinigkeit, Beharrlichkeit und respektvollen Umgang mit anderen Meinungen. Als Beispiel nannte er einen Satz aus Beyschlags Abschlussrede im Stadtrat: „Denken Sie auch in der hitzigsten Debatte daran, dass das Gegenüber auch recht haben könnte.“

Beyschlag habe die Entwicklung Nördlingens über Jahrzehnte mitgestaltet und sich unter anderem für ein modernes Hallenbad eingesetzt. Diese Bemühungen fanden mit der Eröffnung des „kraterbads“ einen erfolgreichen Abschluss. Wittner hob zudem Beyschlags Entscheidung hervor, nach 42 Jahren aus dem Stadtrat auszuscheiden und Verantwortung an die nächste Generation weiterzugeben.

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In seinen Dankesworten nannte Beyschlag eine wehrhafte Demokratie, konsequenten Klimaschutz und gute Bildung als zentrale Zukunftsaufgaben.

Bürgermedaillen für Landenberger-Schneider und Gebert-Löfflad

Markus Landenberger-Schneider erhielt die Goldene Bürgermedaille für sein langjähriges kommunalpolitisches Wirken. Von 2002 bis 2026 gehörte er dem Stadtrat an. Von 2009 bis 2014 war er CSU-Fraktionsvorsitzender, von 2014 bis 2020 Zweiter Bürgermeister. Zudem engagierte er sich sechs Jahre im Kreistag und im Verwaltungsrat des gemeinsamen Kommunalunternehmens Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime.

Wittner würdigte Landenberger-Schneiders klare Haltung, seinen Humor und seine Fähigkeit, mit Menschen unterschiedlicher Überzeugungen ins Gespräch zu kommen. Besondere Anliegen seien für ihn die Zukunft des Stiftungskrankenhauses und des Bürgerheims sowie die Sicherung einer guten medizinischen Versorgung in der Region gewesen.

Gudrun Gebert-Löfflad wurde mit der Silbernen Bürgermedaille ausgezeichnet. Sie war 18 Jahre im Stadtrat und als Ortssprecherin von Löpsingen tätig sowie zwölf Jahre Dritte Bürgermeisterin. 2014 wurde sie als erste Frau in dieses Amt gewählt. Wittner hob ihre Tatkraft, Verlässlichkeit und Verbundenheit mit Löpsingen hervor. Gebert-Löfflad dankte ihrer Familie für die langjährige Unterstützung.

Sechs Stadtratsmitglieder verabschiedet

Im Rahmen der Veranstaltung verabschiedete die Stadt außerdem die ausgeschiedenen Stadträtinnen und Stadträte Andrea Eireiner, Gerhard Feldmeier, Gabriele Fograscher, Dr. Susanne Gabler, Wolfgang Mussgnug und Günther Wiedemann.

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Ihre Schwerpunkte reichten laut Wittner von Umwelt- und Naturschutz über soziale Belange und Bürgerbeteiligung bis hin zu wirtschaftlichen, gestalterischen und landwirtschaftlichen Fragen. Auch die langjährigen Ortssprecher Michael Stiller für Herkheim und Jürgen Sieber für Grosselfingen wurden für ihren Einsatz gewürdigt.

Wittner betonte die Bedeutung des kommunalpolitischen Ehrenamts. Entscheidungen vor Ort beträfen die Menschen unmittelbar und erforderten Zeit, Sachkenntnis sowie die Bereitschaft, unterschiedliche Positionen abzuwägen. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Knabenkapelle Nördlingen. Alexander Güntert übernahm als Herold die Begrüßung und den Abschluss.

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