Zwei Lauchheimer laufen 95 Kilometer zum Josefinum

Presse Augsburg
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Marc Allocca und Gerd Schmidle haben in zwei Tagen 95 Kilometer von Lauchheim im Ostalbkreis zur KJF Klinik Josefinum in Augsburg zurückgelegt. Dort wurden sie von Familie, Freunden und dem Klinikteam empfangen.

Die beiden Kindergartenfreunde starteten am vergangenen Sonntag und legten zunächst 55 Kilometer zurück. Am Montag folgten weitere 40 Kilometer bis zum Josefinum. Die Strecke führte teilweise über schmale Waldwege und anspruchsvolle Trailrunning-Passagen. Für beide war es das erste Mal, dass sie eine solche Distanz bewältigten.

Am Haupteingang wurden die Läufer von Familie und Freunden, Dr. Constanze Lämmer und ihrem Team sowie Inga Koenen, der Vorstandsvorsitzenden der Prader-Willi-Syndrom Vereinigung Deutschland e. V., empfangen. Ihre Ankunft war Teil eines Aktionstags, mit dem die Klinik über die seltene genetische Erkrankung und die besonderen Herausforderungen für Betroffene und ihre Familien informierte. Besucher konnten auf einem Laufband Kilometer sammeln, die anschließend von einem Unternehmen aus der Medizinbranche mit einer Spende vergütet werden sollten.

Aus einem Freundschaftswettkampf wird eine Spendenaktion

Die Idee für den Lauf entstand im Oktober 2024. Damals wollten Allocca und Schmidle einige Kilometer zurücklegen und sich gegenseitig mit einem Euro pro Kilometer für einen guten Zweck bezahlen. Aus dem Vorhaben entwickelte sich ein sportlicher Wettkampf, bei dem rund 400 Euro für die Prader-Willi-Syndrom Vereinigung Deutschland zusammenkamen.

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Im folgenden Jahr beteiligten sich Freunde und Familienangehörige, außerdem kamen erste Unternehmen als Sponsoren hinzu. So wuchs die Spendensumme 2025 auf 5.500 Euro. Inzwischen trägt die Aktion den Namen RUNITE, der PWS-Spendenlauf. Im Oktober 2026 sollen gemeinsam mit möglichst vielen Unterstützern 25.000 Euro gesammelt werden.

Persönlicher Bezug zum Josefinum

Für die Wahl des Ziels gibt es einen persönlichen Grund: Die Tochter von Marc Allocca lebt mit dem Prader-Willi-Syndrom und wird seit vielen Jahren von Dr. Constanze Lämmer betreut. Sie leitet das entsprechende Kompetenzzentrum am Josefinum in Augsburg. Das Syndrom kann unter anderem mit einem dauerhaft fehlenden Sättigungsgefühl, kognitiven Einschränkungen und emotionalen Herausforderungen verbunden sein. Für betroffene Familien ist deshalb häufig ein stark strukturierter Alltag erforderlich.

„Kinder und Jugendliche mit dem Prader-Willi-Syndrom benötigen eine spezialisierte und langfristige Begleitung. Aktionen wie RUNITE schaffen wichtige Aufmerksamkeit für diese seltene Erkrankung und die Menschen, die mit ihr leben“, erklärte Dr. Constanze Lämmer.

Die Prader-Willi-Syndrom Vereinigung Deutschland unterstützt betroffene Familien, informiert über die Erkrankung und bietet unter anderem Beratungen, Workshops und Ferienfreizeiten an. Diese Arbeit wollen Allocca und Schmidle mit ihrer Aktion fördern.

Teilnahme bis Ende Oktober möglich

Am RUNITE-Lauf kann sich jeder mit eigenen Kilometern beteiligen. Vom 1. bis 31. Oktober zählen neben Laufen und Walken auch Wandern, Radfahren, Schwimmen oder zurückgelegte Strecken im Rollstuhl. Die Kilometer können von selbst gewählten Sponsoren mit einem frei vereinbarten Betrag vergütet werden; alternativ sind direkte Spenden möglich.

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Auch Unternehmen und die Anna-Schwestern aus Ellwangen beteiligen sich bereits. Die Schwestern zählen ihre Runden im Kreuzgang. Menschen aus Augsburg und Umgebung können ebenfalls Kilometer sammeln oder die Aktion unterstützen. Die 95 Kilometer der beiden Lauchheimer sind damit geschafft, der RUNITE-Aktionsmonat läuft jedoch noch bis zum 31. Oktober.

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