Der Opel-Chef Michael Lohscheller sieht die Zukunft des Autos nicht nur beim Elektromotor. „Ich bin überzeugt, dass wir uns beim Antrieb breit aufstellen müssen“, sagte Lohscheller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Die Kunden werden bei uns entscheiden – und zwar nicht nur schwarz-weiß. Sie wollen künftig sicher viel stärker E-Antriebe, aber es wird auch weiterhin eine substanzielle Nachfrage nach Benzinern und Dieseln geben. Und auch die Brennstoffzelle ist eine spannende Technologie.“

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Grundsätzlich will Opel bis 2024 jedes Auto auch mit einer elektrifizierten Variante anbieten – entweder rein-elektrisch oder als Plug-in-Hybrid, sagte Lohscheller.

Der neue Corsa, der am 4. Juni seine Weltpremiere feiere, werde dann auch als vollelektrische Version zum „attraktiven Preis“ angeboten. Der Vorstandsvorsitzende bekennt sich zu den bestehenden Opel-Werken in Deutschland. „Wir behalten alle unsere Werke“, versicherte Lohmüller der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Wir brauchen unsere Standorte und auch unser Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, das Herz unserer Marke.“

Alle künftigen Opel-Modelle würden dort entwickelt, „das war früher nicht immer so. Hier übernehmen wir auch zentrale Entwicklungsaufgaben für die gesamte Groupe PSA.“ Eisenach sei für Opel ganz wichtig, um das SUV-Geschäft zu erweitern. Und Kaiserslautern sei wichtig als Komponentenwerk.

Opel wurde vor knapp zwei Jahren vom französischen PSA-Konzern übernommen und hatte 2018 erstmals seit 1999 wieder Gewinne geschrieben.