Ulm lebt! Mit einer mitreißenden Vorstellung vor ausverkaufter Kulisse hat Ratiopharm Ulm die Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft gegen den FC Bayern München ausgeglichen. Beim 79:62-Heimsieg überzeugten die Donaustädter vor allem in der zweiten Halbzeit mit Energie, Teamgeist und Treffsicherheit. Spiel vier steigt nun in der „Ulmer Heimfestung“ – der Ticketvorverkauf startet am Freitag um 12 Uhr.
Bayern mit Blitzstart – Jallow bringt Ulm zurück
Der Auftakt der Partie verlief alles andere als ideal für die Hausherren. Die Bayern setzten früh auf ihre Stärke aus der Distanz – Andreas Obst und Vladimir Lucic trafen gleich dreimal von jenseits der Dreierlinie und stellten auf 2:9. Doch dann schlug die Stunde des Karim Jallow, der sein Team mit sechs Punkten in Serie wieder heranführte.
Die Gäste zeigten sich zunächst weiter treffsicher, Niels Giffey traf den vierten Dreier der Bayern bei 67 Prozent Trefferquote. Ulm hingegen hatte Schwierigkeiten im Abschluss (nur 31 Prozent Trefferquote im ersten Viertel). Doch kurz vor der Sirene sorgten Yago dos Santos mit einem krachenden Dunk und Quinndary Plummer mit zwei Dreiern für den ersten großen Jubelmoment in der Halle (21:22).
Ulm übernimmt erstmals die Führung
Im zweiten Viertel war es erneut Jallow, der mit einem schwierigen Wurf die erste Führung für Ulm erzielte. Die Konsequenz: Bayerns Coach Gordon Herbert nahm eine Auszeit. Zwar kamen die Münchner über die Freiwurflinie zurück, doch die Ulmer ließen sich nicht abschütteln. Trotz guter Wurfchancen wollte der Ball jedoch nicht regelmäßig fallen – zur Halbzeit führte der Favorit knapp mit 35:37.
Der Turbo zündet – Ulm dreht das Spiel im dritten Viertel
Was in der ersten Hälfte noch fehlte, kam nach der Pause mit voller Wucht: Ulm startete mit einem 9:0-Lauf, darunter vier Dreier von Ben Saraf, Santos, Justinian Jessup und erneut Jallow. Der FCB wirkte überrumpelt – Herbert reagierte erneut mit einer Auszeit (49:42). Doch der Energieschub der Ulmer war nicht mehr zu stoppen.
Selbst als Justus Hollatz den 14:0-Lauf mit einem Korbleger beendete, kam keine Bayern-Aufholjagd zustande. Während München im dritten Viertel aus der Distanz völlig blass blieb, drehte Jessup mit einem weiteren Dreier erneut auf – die Ulmer Führung wuchs auf 12 Punkte (56:44).
Vollgas bis zum Schluss – Ulm sichert sich Spiel vier
Im letzten Abschnitt setzten die Ulmer konsequent auf ihre Stärken: Defensiv agierte Jallow weiterhin bärenstark, klaute seinem Gegenspieler zwei Mal den Ball und legte vorne sofort nach. Die Bayern blieben im Angriff gehemmt – jeden hart erkämpften Punkt beantworteten die Ulmer eiskalt.
Ein Highlight jagte das nächste: Ein Zauberpass von Saraf fand den fliegenden Santos, der per Alley-Oop vollendete. Den Schlusspunkt setzte Alec Anigbata ebenfalls mit einem krachenden Dunk – der Endstand: 79:62.
Spiel vier vor der Brust – Vorverkauf startet am Freitag
Mit diesem Erfolg hat sich Ulm nicht nur den Ausgleich in der Serie gesichert, sondern auch das Heimrecht für das nächste Spiel erhalten. Spiel vier der Finalserie findet erneut in der heimischen Arena statt – die Fans können sich auf eine weitere hochintensive Begegnung freuen.
🗓 Ticketvorverkauf für das nächste Heimspiel startet am Freitag um 12 Uhr – die Nachfrage dürfte riesig sein.
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