Ratiopharm Ulm gibt Sieg in Vechta in der Verlängerung aus der Hand

Presse Augsburg
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Ratiopharm Ulm verliert in Vechta mit 92:97. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung von 14 Punkten fehlt den Gästen in der entscheidenden Phase die nötige Konsequenz. Mike Rataj glänzt mit einer persönlichen Bestleistung.

Lange sah es nach einem erfolgreichen Auswärtsauftritt für die Ulmer Basketballer aus. Doch obwohl die Mannschaft von Cheftrainer Ty Harrelson in Vechta über weite Strecken vorne lag, musste sie sich am Ende mit 92:97 nach Verlängerung geschlagen geben. Ausschlaggebend waren eine nachlassende Leistung in der zweiten Halbzeit und entscheidende Fehler in der Schlussphase. Damit verpassten die Doppelstädter die Chance, sich für ihren zunächst überzeugenden Auftritt zu belohnen.

Aus der Führung wird ein Rückstand

Die Ulmer erspielten sich im Verlauf der Partie einen Vorsprung von 14 Punkten und hielten die Gastgeber lange auf Distanz. Im dritten Viertel fand Vechta jedoch zunehmend besser ins Spiel und verkürzte den Abstand Stück für Stück. In der entscheidenden Schlussphase gelang den Hausherren schließlich die erste Führung seit Spielbeginn.

Dennoch hatten die Ulmer kurz vor dem Ende noch die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden. Knapp drei Sekunden vor der Schlusssirene lag das Team mit 83:84 zurück und durfte viermal an die Freiwurflinie. Allerdings fand nur einer der Würfe sein Ziel. Damit retteten sich die Gäste in die Verlängerung, in der Vechta schließlich den entscheidenden Vorsprung herausspielte.

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Vechta bleibt in der entscheidenden Phase nervenstark

Vor allem in den letzten Minuten bewiesen die Gastgeber ihre Kaltschnäuzigkeit. Matt Lewis und der junge Dominik Dolic trafen wichtige Würfe, darunter auch schwierige Abschlüsse unter Druck. Hinzu kam die Treffsicherheit an der Freiwurflinie, mit der Vechta in der Crunchtime die Weichen auf Sieg stellte.

Für Ulm wurde dagegen deutlich, wie entscheidend Kleinigkeiten in engen Begegnungen sein können. Die verpassten Freiwürfe und die nachlassende Durchsetzungskraft kosteten die Mannschaft letztlich die Chance auf einen Auswärtserfolg.

Rataj mit persönlicher Bestleistung

Trotz der Niederlage gab es aus Ulmer Sicht einen herausragenden Akteur: Mike Rataj erzielte 22 Punkte und sammelte fünf Rebounds. Damit avancierte er zum besten Werfer der Doppelstädter und stellte zugleich eine neue persönliche Bestleistung auf.

Auch weitere Ulmer Spieler trugen sich zweistellig in die Punkteliste ein. Ibi Watson kam auf 16 Zähler, Adam Atamna steuerte zwölf Punkte bei. Jaylen Sims und Meissa Faye erzielten jeweils elf Punkte. Ihre Leistungen reichten jedoch nicht aus, um die späte Wende der Gastgeber zu verhindern.

Rebounds und Freiwürfe als Schwachstellen

Nach der Niederlage in Vechta fällt die Analyse der Ulmer gemischt aus. Während die Mannschaft ihre Verteidigung bei schnellen Gegenangriffen verbessern und die Zahl der eigenen Ballverluste begrenzen konnte, fehlte es im Rebound-Duell an der nötigen Physis. Auch die schwache Freiwurfquote erwies sich in der Schlussphase als entscheidender Faktor.

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Cheftrainer Ty Harrelson machte nach der Partie deutlich, woran sein Team arbeiten muss: „Wir hatten heute einige Chancen das Spiel zu gewinnen. Ab dem dritten Viertel haben wir allerdings den Fokus verloren und nachgelassen. Das ist ein wichtiger Punkt, an dem wir dringend arbeiten müssen, um wieder zu gewinnen. Auch die Freiwürfe und Rebounds waren heute ein Thema – es gibt noch vieles, wo wir uns verbessern müssen. Nach den drei Auswärtsspielen freue ich mich nun darauf, wieder vor unseren eigenen Fans spielen zu können“, erklärte Ulms Cheftrainer.

Blick nach vorn: Zurück vor die eigenen Fans

Nach drei Auswärtsspielen in Folge richtet sich der Blick der Ulmer nun auf die nächste Aufgabe vor heimischem Publikum. Die Niederlage in Vechta zeigt, dass die Mannschaft über weite Strecken konkurrenzfähig ist, ihre Leistung aber über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten muss. Vor allem in engen Schlussphasen und bei den Rebounds besteht Verbesserungsbedarf. Die nächste Partie bietet den Doppelstädtern die Gelegenheit, die Erkenntnisse aus dem Auswärtsspiel umzusetzen und wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

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