Relativ milder Winter | Landratsamt Dillingen zieht positives Fazit der Winterdienstsaison

Ein positives Fazit zog der Leiter des Kreisbauhofes, Gerhard Wiedemann, gemeinsam mit Landrat Markus Müller und dem Leiter der Tiefbauverwaltung, Roman Bauer, vor Kurzem anlässlich der obligatorischen Dienstversammlung. Müller nutze die Versammlung, sich beim Kreisbauhof umfassend über die Aufgaben sowie die anstehenden Investitionen in die Einrichtung zu informieren.

Foto: Landratsamt Dillingen a.d.Donau

„Der Kreisbauhof muss personell und in Bezug auf die Infrastruktur und die Ausstattung mit technischem Gerät bedarfsgerecht aufgestellt sein. Nur so können wir die notwendige Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, vor allem im Winter, gewährleisten“, betonte Müller.

Der Winter 2022/2023 war wiederum ein relativ milder Winter. Davon profitieren auch die Verkehrsteilnehmer. So kommt die damit verbundene Einsparung bei den Kosten eines Beschlusses des Ausschusses für Kreisentwicklung direkt der Verbesserung des Kreisstraßen-Netzes zugute, da die gegenüber dem Haushaltsansatz ersparten Kosten im Winter zusätzlich für den Straßenunterhalt eingesetzt werden können.

Die Devise lautete auch in dieser Periode: Glätte gar nicht entstehen lassen und nicht erst dann ausrücken, wenn es glatt ist. Die sogenannte Präventivstreuung ist durch den Einsatz der bewährten „Feuchtsalz-Technologie“ möglich. Hier wird neben trockenem Salz auch Salzsole ausgestreut. Dadurch haftet das Salz besser an der Straße und kann nicht so schnell verweht werden. Bei den modernen Streugeräten kann der Anteil der Sole sogar auf 100%, also eine reine Solestreuung, erhöht werden. Deshalb kann bei einer erwarteten Glatteisbildung bereits im Vorfeld auf die Straße eine Salzsole aufgebracht werden, welche verhindert, dass Glätte entsteht oder dass sich bei Schneefall eine gefährliche Eisschicht unter dem Schnee bildet.

Der Winterdienst begann in der zurückliegenden Saison am 25.11.2022 mit einem ersten präventiven Streueinsatz und endete am 12.03.2023 ebenfalls mit einem Streueinsatz. Die meisten Einsätze waren im Dezember 2022 zu verzeichnen.

Insgesamt waren es in der vergangenen Winterdienstsaison 62 Einsätze mit einem Salzverbrauch von 761 Tonnen. Dies sind nur ca. 64 % des durchschnittlichen Salzverbrauches der letzten zehn Jahre. Durch die moderne Geräte- und Streutechnik konnte die auf die Straßen ausgebrachte Salzmenge gegenüber dem Vorjahr bei fast gleichen Einsatzzahlen um ca. 150 Tonnen verringert und somit ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden. Die Betreuung erfolgte durch fünf eigene Fahrzeuge und vier von heimischen Fuhrunternehmen angemietete Fahrzeuge. Von den gelagerten Salzvorräten im Kreisbauhof Dillingen und der zentralen Salzhalle in Aislingen (insgesamt 2.100 Tonnen) wurden im vergangenen Winter nur ca. 36 % verbraucht. Somit gab es keinerlei Engpässe bei den Salz-Vorräten.

Der Winterdienst erfolgte in bewährter Weise im Verbund mit dem Staatlichen Bauamt Krumbach. Dabei ist der Landkreis in 16 Räumbezirke für die Bundes-, Staats- und Kreisstraßen eingeteilt. Der Landkreis betreut davon acht Bezirke und die Radwege entlang der ehemaligen B 16 von Lauingen (Kreisel) bis nach Höchstädt (Anschlussstelle B 16). Dies ist ein Netz von 221 km Straßen und 13 km Radwegen.

Insgesamt sind Kosten in Höhe von 247.000 Euro angefallen. Dies ist gegenüber dem Winter der vergangenen Winterdienstsaison 2021/2022 eine Steigerung der Kosten um ca. 20.000 € bzw. 9 %, was durch große Steigerungen der Salzpreise und Gerätekosten bedingt ist. Die Kosten pro Kilometer betreuter Strecke betragen 1.050 EURO. Allerdings liegt der Wert trotz gestiegener Preise unter dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre (ca. 1.165 €/km).

Insgesamt waren die Mitarbeiter des Kreisbauhofes 1.170 Stunden im Winterdienst-Einsatz. Dabei wurde eine Strecke von 37.000 km gefahren.

 

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