GEMERING, LKR. FÜRSTENFELDBRUCK – Am Dienstag, den 21. Juli 2026, ereignete sich in Germering ein tragischer Betrugsfall. Eine Seniorin wurde das Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen.
Seniorin fällt auf perfiden Schockanruf herein
Eine über 80-jährige Rentnerin erhielt am Dienstag einen Anruf von einer Person, die sich als Arzt des Klinikums Großhadern ausgab. Der Anrufer erzählte der Seniorin, ihre Tochter sei an Darmkrebs erkrankt und benötige dringend eine kostspielige Behandlung, um ihr Leben zu retten.
Betrüger erbeuten über 20 000 Euro
Bedauerlicherweise fiel die eingeschüchterte Frau auf den Betrug herein und übergab gegen 17.30 Uhr Bargeld, Münzen und Schmuck im Wert von mehr als 20 000 Euro an einen Abholer, der an ihrer Haustür erschien. Erst mehrere Stunden später erkannte sie den Betrug und informierte die Polizei.
Zeugen gesucht und Warnungen der Polizei
Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bittet Zeugen, die im Bereich zwischen der Hans-Huber-Straße und der Landsberger Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08141/612-0 zu melden. Die Beschreibung des Täters lautet: männlich, ca. 180 cm groß, kräftige Statur, spricht hochdeutsch.
Um sich vor solchen Betrugsfällen zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps: Beenden Sie das Telefonat, wenn der Anrufer Ihnen nicht bekannt ist oder Sie unter Druck setzt. Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an; im Zweifel wählen Sie selbst die 110. Kontaktieren Sie den vermeintlich betroffenen Angehörigen über die Ihnen bekannte Nummer. Geben Sie am Telefon keine Informationen über Ihre finanziellen Verhältnisse preis. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte. Sprechen Sie mit Vertrauenspersonen oder rufen Sie die Polizei über den Notruf 110 um Hilfe. Informieren Sie auch Ihre Angehörigen über diese Betrugsmasche und warnen Sie sie.

