Rufe nach Dunkelfeld-Studie zu K.O.-Tropfen vor Karnevalshöhepunkt

Kurz bevor der Straßenkarneval seinen Höhepunkt erreicht, fordert der CDU-Nachwuchs in NRW ein entschiedeneres Vorgehen gegen K.O.-Tropfen. „Der Einsatz von K.O.-Tropfen ist eine besonders heimtückische Form von gezielter Gewalt, die Betroffene wehrlos macht und oft erst spät erkannt wird oder sogar ganz im Verborgenen bleibt“, sagte der Landesvorsitzende der Jungen Union, Kevin Gniosdorz, der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).

Tanzmariechen im Straßenkarneval (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Viele dächten bei K.O.-Tropfen sofort an die Altstadt, den Club oder das Partyzelt, sagte Gniosdorz. „Doch wissenschaftliche Untersuchungen zu sexualisierter Gewalt unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln zeigen: Ein erheblicher Teil solcher Taten passiert im sozialen Nahfeld – oft durch bekannte Personen und nicht selten in privaten Räumen.“

Die JU NRW fordert deshalb eine landesweite Dunkelfeldstudie, „die Umfang, Tatkontexte und Hürden beim Hilfe- und Anzeigeverhalten systematisch untersucht“. Ergänzend solle geprüft werden, wie der Einsatz bewusstseinstrübender Substanzen als Tatmittel in der Polizeilichen Kriminalstatistik besser abgebildet werden könne. „Das ist methodisch anspruchsvoll, darf uns aber nicht davon abhalten, das Phänomen statistisch sichtbar zu machen“, sagte Gniosdorz. „Ohne statistische Sichtbarkeit bleibt präventives Handeln blind.“

Anzeige
DTS Nachrichtenagentur
DTS Nachrichtenagentur
Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

Meistgelesen

19-jähriger Ukrainer mit 13 Fahndungstreffern bei Zugkontrolle in Freilassing festgenommen

Freilassing - Am Mittwoch führte die Bundespolizei Freilassing auf...

Vermummter Mann mit Messer in ICE festgenommen

Die Bundespolizei hat am Donnerstagabend einen vermummten Mann in...

Messerattacke in Aichach: 47-Jähriger schwer verletzt – Täter flüchtig

Am Mittwochabend, den 1. April 2026, ereignete sich in...

Bayerns Kommunen erhöhen Grundsteuer besonders stark

Bayerns Kommunen haben die Grundsteuerreform im vergangenen Jahr für...

Todesfall in Polizeigewahrsam: Ermittlungen in Augsburg eingeleitet

In Augsburg kam es am Dienstag, den 31. März...