Der angekündigte Schneefall in der Nacht von Sonntag auf Montag führte in Unterfranken zu zahlreichen Polizeieinsätzen. Durch verschneite und rutschige Straßen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und mehr als 90 Unfällen.
Rund 200 Einsätze – Schwerpunkt im Bereich Würzburg
Zwischen 19:00 Uhr und den Morgenstunden verzeichnete die Polizei in Unterfranken rund 200 wetterbedingte Einsätze. Besonders auf den Autobahnen rund um Würzburg kam es zu zahlreichen Unfällen, bei denen hauptsächlich Sachschäden entstanden. Auf der A3 zwischen Wertheim und Randersacker beeinträchtigten liegengebliebene Fahrzeuge den Verkehr stark.
Peugeot kommt auf der B 8 ins Schleudern
Am Sonntag gegen 17:00 Uhr geriet ein Peugeot auf der B 8 beim Überholen ins Schleudern und kollidierte mit einem Skoda. Auch ein nachfolgender VW wurde durch Trümmerteile beschädigt. Die Fahrerin des Skoda erlitt einen Schock, blieb aber ansonsten unverletzt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 20.000 Euro, während die B 8 zur Unfallaufnahme für eine halbe Stunde gesperrt wurde.
Pkw überschlägt sich bei Arnstein
Eine Toyota-Fahrerin verlor gegen 19:30 Uhr auf der B 26 die Kontrolle über ihr Fahrzeug, das sich überschlug und im Graben landete. Die Fahrerin blieb unverletzt, jedoch entstand am Auto ein Schaden von rund 5.000 Euro.
Weitere Unfälle und Verkehrsbehinderungen auf der A 3
In der Nacht kam ein Sattelzug auf der A3 ins Schlingern und blieb auf der Fahrbahn stehen, was zu weiteren Unfällen führte. Ein Mercedes kollidierte mit der Mittelleitplanke, zwei weitere Fahrzeuge mussten stark bremsen und seitlich zusammenstoßen. Die Fahrtrichtung Frankfurt blieb während der Bergungsarbeiten gesperrt.
Auch bei Waldaschaff kam es zu Beeinträchtigungen, als mehrere Lkw mit Unterstützung der Feuerwehr, THW und Straßenmeisterei befreit werden mussten, nachdem sie sich im Schnee festgefahren hatten.
A 45 durch zwei Lkw vollständig blockiert
Auf der A 45 bei Alzenau führten Unfälle zweier Lkw zur vollständigen Sperrung der Fahrbahn. Beide Sattelzüge blockierten querstehend die Straße, wodurch ein Schaden von über 100.000 Euro entstand und die Sperrung circa vier Stunden andauerte.
Die unterfränkische Polizei empfiehlt:
- Geschwindigkeit anpassen: Fahren Sie stets den Straßenverhältnissen angepasst.
- Abstand halten: Ein größerer Abstand ist nötig, um längere Bremswege zu kompensieren.
- Vorsichtig lenken: Vermeiden Sie abrupte Lenkbewegungen, um ein Ausbrechen des Fahrzeugs zu verhindern.
- Hauptstraßen nutzen: Diese werden meist früher geräumt oder gestreut.
- Vorsichtig bremsen: Bremsen Sie frühzeitig, da auf Brücken und in Waldstücken erhöhte Glättegefahr besteht.


