Schockanruf in Ingolstadt: Rentnerin um 50.000 Euro betrogen – Zeugen gesucht

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Ingolstadt – Am Montag, den 3. August 2026, wurde eine über 80-jährige Rentnerin in Ingolstadt das Opfer eines dreisten Schockanrufs. Ein Betrüger gab sich als Polizeibeamter aus und verlangte eine hohe Geldsumme. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Zeugenhinweise.

Falscher Polizeianruf fordert hohe Kaution

Gegen 16:30 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer behauptete, dass die Tochter der Frau einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und nur durch die Zahlung einer hohen Kaution eine sofortige Haftstrafe abwenden könne. Die verängstigte Rentnerin übergab gegen 17:00 Uhr rund 50.000 Euro an einen unbekannten Täter.

Polizei sucht nach Zeugen

Der mutmaßliche Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, ungefähr 175 cm groß, etwa 25 Jahre alt, schlank, bekleidet mit einem weiß-beigen T-Shirt, einer langen blauen Jeans und einer Schirmkappe. Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet Zeugen, die im Bereich Kopernikusstraße / Richard-Wagner-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0841/9343-0 zu melden.

Wichtige Tipps zum Schutz vor Betrug

Um Betrugsfälle zu vermeiden, beenden Sie ein Telefonat, wenn Sie unsicher sind oder sich unter Druck gesetzt fühlen. Die echte Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 an. Nutzen Sie zur Sicherheit die Nummer 110, aber verwenden Sie nicht die Rückruftaste. Kontaktieren Sie Angehörige über bekannte Nummern und besprechen Sie keine finanziellen Angelegenheiten am Telefon. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte und ziehen Sie im Zweifel eine Vertrauensperson hinzu oder kontaktieren Sie über den Notruf 110 die Polizei. Informieren Sie auch Angehörige über solche Betrugsmaschen.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.