Schwesig: Krebserkrankung Grund für Rückzug 2019

DTS Nachrichtenagentur
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Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, hat ihren Rückzug von allen SPD-Ämtern auf Bundesebene 2019 – darunter das Amt der stellvertretenden Bundesvorsitzenden – mit ihrer damaligen Krebserkrankung begründet.

Manuela Schwesig (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

“Ich habe mich damals zurückgezogen, weil ich schwer an Krebs erkrankt war und weil ich der Tatsache ins Auge sehen musste, dass viele Ämter und eine Krebstherapie nicht zusammenpassen”, sagte sie Gordon Repinski im Spaziergang-Format des Berlin-Playbook-Podcasts von Politico. Das sei “kein Für oder Gegen die SPD” gewesen, sondern “eine echte Notsituation, ein wirklicher Überlebenskampf”, so Schwesig.

Sie stellte klar: “Das war kein Rückzug von der SPD, sondern Rückzug aus ganz persönlichen Gründen.” Die Entscheidung sei ihr damals schwergefallen: “Auch wenn es richtig und vernünftig war, ist es mir damals total schwergefallen, weil ich habe es eigentlich super gerne gemacht.” Für den Parteivorsitz zu kandidieren, habe sie ohnehin nicht vorgehabt, “aber es ist nicht meine Art, in einer schwierigen Situation irgendwie sozusagen von Bord zu gehen”.

Eine Zukunft in der Bundespartei schloss Schwesig dabei nicht kategorisch aus. Auf die Frage, ob sie damit für alle Zeit auf ein Amt in der Bundespartei verzichte, verwies sie lediglich auf ihre laufende Amtszeit: “Ich kandidiere für die nächsten fünf Jahre als Ministerpräsidentin.” Weiter appelliert sie: “Wer mich unterstützen möchte, gerade in der SPD, den bitte ich darum, mich praktisch und mit Inhalten zu unterstützen. Und nicht mit Personaldiskussion.”

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Ihre Erkrankung liege inzwischen mehrere Jahre zurück. Man werde dadurch “stärker und demütiger zugleich: stärker, weil ich das überstanden habe, und demütiger, weil ich jetzt den Wert von Gesundheit besser kenne”, so Schwesig. Im Alltag denke man nicht jeden Tag darüber nach, “aber wenn man einmal erlebt hat, mit dem Tod konfrontiert zu sein, dann ist das hart und emotional”.

Emotional wurde es für Schwesig in dieser Woche, als ihre Tochter in die fünfte Klasse eingeschult wurde. Sie habe sich damals vor allem gewünscht, wichtige Etappen im Leben ihrer Kinder noch mitzuerleben. Denn zum Zeitpunkt ihrer Diagnose war ihre Tochter noch nicht einmal eingeschult. Sie habe sich damals gewünscht: “Ich will unbedingt die Einschulung von Julia noch erleben.” Solche Erinnerungen helfen ihr, so Schwesig, sich auf Dankbarkeit zu besinnen: “Das hilft in diesen Zeiten, wo es viele Schwierigkeiten gibt, dass man trotz aller Probleme dankbar ist, dass es so ist, wie es ist.”

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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.