Sternsinger aus Kempten bringen Segen und Hoffnung ins Schloss Bellevue

Am Dreikönigstag erfüllte sich für Miriam, Josias und Tia-Maria aus Kempten ein besonderer Kreis: Nach ihrem Start beim Neujahrsgottesdienst mit Papst Franziskus in Rom vor zwei Jahren und der Bundeseröffnung der Aktion Dreikönigssingen in Kempten 2023 krönten sie ihren Einsatz mit einem Besuch bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue. Gemeinsam mit 20 weiteren Sternsingern repräsentierten sie die vielen Kinder und Jugendlichen, die rund um den Jahreswechsel Spenden sammeln und den Segen bringen.

Pünktlich um 11 Uhr klopfte Amelie im leichten Nieselregen an die Tür des Amtssitzes und rief laut: „Herr Bundespräsident, die Sternsinger sind da.“ Mit Kronen, Kreide und eigens einstudierten Liedern zogen die Kinder in das Schloss ein, begleitet von Bischof Dr. Bertram Meier und weiteren Vertretern des Kindermissionswerks.

Im Großen Saal dankte der Bundespräsident den jungen Gästen: „Meine Frau und ich fühlen uns reichlich beschenkt durch Euch. Es begeistert uns, dass Ihr ein Auge habt für die Menschen und vor allem für Kinder, denen es schlechter geht als uns.“

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Die Kinder revanchierten sich mit einer besonderen Geste: Ein von ihnen bemalter Stuhl, auf dem symbolisch die Rechte von Kindern weltweit dargestellt wurden, wurde dem Präsidenten überreicht. „Wir hoffen, dass viele Menschen diesen Stuhl sehen und an die Bedeutung von Kinderrechten erinnert werden“, erklärte Tia-Maria.

Für Kinderrechte und eine bessere Zukunft

Das diesjährige Motto der Sternsingeraktion, „Erhebt Eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte“, unterstreicht die Bedeutung von Rechten wie Bildung, Gesundheit und Schutz vor Gewalt für Kinder weltweit. Die Botschaft wurde musikalisch unterstützt: Unter der Leitung von Musiker Robert Haas sangen die Kinder ein eigens komponiertes Lied, das mit dem Refrain „Für die Rechte dieser Kinder stehen wir ein“ zum Nachdenken anregte.

Eine lange Tradition der Solidarität

Die Sternsingeraktion, die 1959 ins Leben gerufen wurde, hat seitdem rund 1,36 Milliarden Euro gesammelt, um Kinder in Not zu unterstützen. Von Ernährung über Bildung bis hin zu Kinderschutzprojekten wurden zahlreiche Initiativen weltweit gefördert.

Der Bundespräsident, der den Sternsinger-Empfang seit seinem Amtsantritt pflegt, führte damit eine Tradition fort, die bereits seine Vorgänger ins Leben gerufen hatten. Nach dem offiziellen Teil gab es für die Kinder noch Kakao und Brezen – und die Möglichkeit, dem Bundespräsidenten persönlich Fragen zu stellen.

Die Sternsinger aus Kempten haben nicht nur den Segen nach Berlin gebracht, sondern auch ein starkes Zeichen für Solidarität und Kinderrechte gesetzt, das hoffentlich noch lange nachwirkt.

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