Strafzeit bringt AEV auf die Verliererstraße – Augsburger Panther mit Niederlage gegen Mannheim

Nach einem überzeugenden ersten Drittel hatten die Augsburger Panther 2:0 gegen die Adler Mannheim geführt, am Ende mussten sie sich aber dann doch klar geschlagen geben. Eine Strafzeit gegen den AEV hatte die Gäste zurück ins Spiel gebracht.

Die Augsburger Panther hatten nach einem ordentlichen Auftaktspiel am Freitag Nürnberg ohne Punkte verlassen müssen. Auch wenn mit Mannheim beim „Home-Opener“ mit den Adlern aus Mannheim ein Schwergewicht der Szene mit auf dem Eis stand, musste man zuhause versuchen einen Fehlstart zu verhindern. Der AEV ging entsprechend engagiert zu Werke, die Gäste waren sichtlich überrascht. Die Panther gaben mächtig Gas. Einer der Kritikpunkte vom ersten Spiel war das Powerplay, am Sonntag nützte man gleich die erste Gelegenheit. Sehenswert von Wohlgemuth in Szene gesetzt netzte Blank ein (9.). Augsburg hatte auch in der Folge mehr vom Spiel und wusste dies zu nützen. Van der Linde erhöhte hochverdient per Schlagschuss vom rechten Bullypunkt aus auf 2:0. Es war der erste DEL-Treffer des 22-jährigen gebürtigen Lindauers. Mit diesem Pausenstand war der MERC noch gut bedient, die Panther verpassten es gleich mehrfach knapp nachzulegen.

Strafzeit bringt Mannheim zurück ins Spiel

Das gute erste Drittel gaben die Schwaben aber noch mit der Pausensirene aus der Hand. Button leistete sich vor dem eigenen Tor ein Foulspiel, dass die Schiedsrichter mit einer 5 + Spielerdauer-Strafe belegten. Die Adler ergriffen die Gelegenheit mit einem Mann mehr, um mit einem Doppelschlag durch Greco und Mattinen den Spielstand zu Beginn des Mitteldrittels auszugleichen. Eine ungute Aktion und das Spiel lief auf einmal in die aus Augsburger Sicht falsche Richtung. Als nur fünf Minuten später Heim einen Schuss, in den von Payton Jones gehütete Panther-Tor abgefälscht hatte, war die Partie gekippt (28.). Nach überzeugenden ersten zwanzig Minuten war damit nicht zu rechnen gewesen.

Bitteres Drittel für den AEV

Zwischenzeitlich konnte der AEV zwar durch einen zweiten Treffer von Blank nochmals ausgleichen, kassierte kurz vor der zweiten Pause einen weiteren Nackenschlag. Wie schon gegen Nürnberg blieb das Powerplay eine Achillesferse. Statt sich selbst wieder in Front zu bringen, vergeigte der AEV eine dieser Gelegenheiten kurz. Die Adler nützten einen Augsburger Fehler im Aufbau eiskalt zum 3:4 aus (39.). Ein für die Panther bitteres Drittel fand seinen Schlusspunkt.

Noch reichlich Arbeit für Peters

Durch unzureichende Verteidigungsarbeit und einen Aussetzer von Jones zogen die Gäste aus der Kurpfalz in der Folge sogar noch auf 3:6 davon. Optisch in Teilen zum Vorjahr verbessert, müssen die Augsburger Panther dringend an den noch reichlich vorhandenen Schwachstellen (Special Teams, Effizienz…) arbeiten. Am Freitag geht es mit dem Derby in München weiter. Keine leichtere Aufgabe, um die ersten Saisonpunkte einzufahren.

AEV:  Jones, Detzschold – Wirth, Bowey, Mayhew, van der Linde, Button, Renner, Schemitsch- Busdeker, Louis, Damiani, Kunyk,  Hanke,  Blank, Wohlgemuth, M. Elias, Henriquez Morales, F. Elias, Pilu, Grenier, Crammarossa

Tore: 1:0 Blank (Wohlgemuth/Schemitsch) 9., 2:0 van der Linde (Damiani/Renner) 12., 2:1 Greco (Esposito) 21. 2:2 Mattinen (Michaelis) 22., 2:3 Heim (Gawanke/Michaelis) 28., 3:3 Blank (Bowey/Kunyk) 33., 3:4 Greco (Bennett) 39., 3:5 Schütz (Michaelis) 59., 3:6 Reichel (Gawanke/Kälble) 50.

Schiedsrichter: Schadewaldt, Palkövi | Pfriem, Schwenk   Strafzeiten: Augsburg  12 + 5+ Spieldauer Button –  Mannheim 12

Zuschauer: 6.179 (ausverkauft)

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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