Traditionsduell in Bonn: Ratiopharm Ulm trifft auf Telekom Baskets

Nach dem hart erkämpften EuroCup-Sieg gegen die London Lions steht für Ratiopharm Ulm bereits das nächste Highlight auf dem Programm. Am Samstagabend (Tip-off 20 Uhr, live auf dyn) gastiert das Team von Cheftrainer Ty Harrelson bei den Telekom Baskets Bonn – ein echtes Traditionsduell, das in seine 70. Auflage geht.

Die Vorfreude auf das Wiedersehen mit dem Rivalen ist groß, auch wenn die Vorbereitung kurz ausfällt. „Die Intensität ist hoch. Wir haben aktuell viele Spiele in kurzer Zeit – das haben wir uns aber auch ausgesucht. Am Mittwoch sind wir als Einheit aufgetreten und haben mit gutem Teambasketball zurück in die Erfolgsspur gefunden. Unsere Defensive wird morgen wieder ein wichtiger Faktor sein. Bonn hat eine sehr ausgeglichene Mannschaft und punktet gerne über ihre gefährlichen Guards“, so Harrelson vor der Partie.

Beide Teams unter Zugzwang

Für Ulm geht es darum, die nationale Bilanz von aktuell drei Siegen und drei Niederlagen zu verbessern. Der Erfolg im EuroCup soll nun auch in der Bundesliga Auftrieb geben. Doch auch die Bonner stehen mit derselben Ausbeute vor eigenem Publikum unter Druck. Beide Teams suchen nach Konstanz – und wissen um die Bedeutung des Klassikers.

Eine Rivalität mit Geschichte

Das Aufeinandertreffen zwischen Ulm und Bonn gehört zu den traditionsreichsten Duellen der Basketball-Bundesliga. Insgesamt 69 Mal standen sich beide Vereine bislang gegenüber – mit einem leichten Vorteil für die Gastgeber, die 38 Siege verbuchen konnten. Besonders in Erinnerung bleibt das Duell aus der Saison 2022/23, als die Ulmer in den Playoffs auswärts in Bonn siegten und damit den Grundstein für ihr späteres Titelmärchen legten.

Bonns Neustart mit neuen Gesichtern

Nach einem großen Umbruch braucht die Mannschaft des verbliebenen Headcoaches Marko Stankovic noch Zeit, um sich zu finden. Die Bonner zeigten bislang starke Auswärtsauftritte, konnten in eigener Halle jedoch erst einmal gewinnen – gegen Oldenburg.

Ein zentraler Akteur ist Grayson Murphy, der neue Guard aus den USA. Mit 13,6 Punkten, 6,3 Rebounds und 8,2 Assists ist er der Dreh- und Angelpunkt des Bonner Spiels. Beim Heimsieg gegen Oldenburg schrieb Murphy Geschichte: Als erst achter Spieler überhaupt gelang ihm in der BBL ein Triple-Double.

Neben ihm haben sich auch die Neuzugänge Jeff Garrett (10 Punkte im Schnitt, zuvor Chemnitz) und Joel Aminu (6,5 Punkte, zuvor Vechta) gut eingefügt. Doch die Balance zwischen Offensive und Defensive bleibt eine Herausforderung – und genau dort wollen die Ulmer ansetzen.

Spannung garantiert

Wenn am Samstagabend der Ball in Bonn hochgeworfen wird, treffen zwei ambitionierte Teams aufeinander, die beide zurück in die Erfolgsspur wollen. Für Ulm ist es die Chance, den Aufwärtstrend fortzusetzen – und für Bonn die Möglichkeit, vor eigenem Publikum wieder ein Ausrufezeichen zu setzen.

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