Ein tragischer Bergunfall ereignete sich am Samstagnachmittag, dem 13. Juni 2026, im Karwendelgebirge bei Mittenwald, Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Ein 22-jähriger Mann stürzte beim Klettern am Schöttelturm nahe der Viererspitze in den Tod. Die Ermittlungen wurden von der Alpinen Einsatzgruppe der Grenzpolizeiinspektion Murnau übernommen.
Zweiköpfige Seilschaft am Schöttelturm
Die verhängnisvolle Klettertour begann mit einer zweiköpfigen Seilschaft. Beide 22-jährigen Männer meisterten anspruchsvolle und exponierte Kletterstellen, um den Gipfel zu erreichen. Nachdem sich der erste Kletterer erfolgreich abgeseilt hatte, versuchte der zweite Bergsteiger, den Abstieg in leichterem Gelände ohne Seilsicherung fortzusetzen.
Felsausbruch mit tödlichen Folgen
Beim weiteren Abstieg kam es zu einem Felsausbruch, was dem Kletterer den Halt raubte. Er stürzte etwa 130 Meter in die Tiefe und erlitt tödliche Verletzungen. Trotz des schnellen Einsatzes von Notarzt und Bergwacht konnte nur noch der Tod des jungen Mannes festgestellt werden.
Großaufgebot von Rettungskräften im Einsatz
Die Seilschaft war für die Tour gut ausgerüstet. Zur Bergung und Unfallaufnahme kamen zahlreiche Kräfte der Bergwacht Mittenwald, zwei Mitglieder des Kriseninterventionsteams (KID-Berg) und ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Zusätzlich unterstützten ein Polizeihubschrauber und Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Grenzpolizei Murnau die Maßnahmen vor Ort. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache werden von einem staatlich geprüften Polizeibergführer geleitet.

