Tragödie in Oberfranken |  Vier Kinder erleiden schwere Hitzschläge in Bus ohne Klimaanlage – Polizei ermittelt gegen Busfahrer

Ein unschönes Ende nahm ein Busausflug einer katholischen Jugendgruppe aus Offenbach(Hessen) in Rothmannsthal(Lkr. Lichtenfels) am Freitagabend (19.07.2024).

NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Nach Informationen der Polizei vor Ort war ein Reisebus mit etwa 35 Personen bestehend aus Betreuer und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren von einem Ausflug aus Bamberg auf dem Rückweg ins Camp des Pfadfinderzentrums Rothmannsthal, wo die Gruppe seit einer Woche ein Feriencamp hat. Auf der Rückfahrt sollen sich bereits die Kinder und Jugendlichen über die enorme Hitze im Bus beschwert haben. Trotz mehrfacher Bitten schaltete der Busfahrer diese nicht ein bzw. konnte diese nicht einschalten. Beim Aussteigen der Gruppe am Camp kollabierten 13 Kinder mit Hitzschlägen. Anstatt zu helfen, fuhr der Busfahrer eines Bamberger Busunternehmens mit seinem überhitzten Bus davon. Der Rettungsdienst wurde verständigt, welcher Großalarm auslöste. Drei Rettungshubschrauber und zig Rettungswagen, mehrere Notärzte, Feuer wehr und die Polizei eilten zur Hilfe zum Camp. Sie trafen auf ein Bild mit teils schwer kollabierten Kindern, welche dringend notärztlich versorgt werden mussten.

Nach derzeitigen Stand wurden 13 Kinder durch Hitzschläge verletzt und mussten vom Rettungsdienst behandelt werden. Vier von ihnen wurden schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Zwei Kinder mit dem Rettungshubschrauber

Die Polizei ermittelt derzeit gegen den Busfahrer. Unklar ist, ob dieser mutwillig die Klimaanlage nicht einschaltete.

 
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