Wagner-Team weiter von der Rolle – FC Augsburg verliert auch in Heidenheim verdient

Nach dem Heimdebakel gegen Mainz fand der FC Augsburg auch beim bis dato Schlusslicht Heidenheim nicht wieder in die Spur. Die Wagner-Elf ist weiter total von der Rolle und verliert 1:2. Es war die vierte Niederlage in Serie für den FCA.

Die Euphorie war nach der Verpflichtung von Sandro Wagner als neuen Trainer schier unendlich groß gewesen, die 1:4-Heimpleite gegen Mainz in der Vorwoche setzte dieser aber ein Ende. Wer darauf hoffte, dass der FCA den Abwärtstrend in Heidenheim stoppen konnte, wurde je enttäuscht. 

Heidenheim besser

Auch beim bis dahin punktlosen FCH sollten die Bayerischen-Schwaben vieles vermissen lassen. Zu fahr-(lässig), zu fehlerhaft, zu harmlos. Der FCA machte am Schlossberg nahtlos dort weiter, wo man vor Wochenfrist aufgehört hatte. In einer über weite Strecken nicht auf Bundesliganiveau stattfindenden Partie waren es die Hausherren, die sich zwei gute Chancen erarbeitet hatten, diese aber liegen lassen. Die Wagner-Elf ließ erneut alles vermissen. Der Neu-Trainer hatte vor der Partie von der besten Trainingswoche, seit er in Augsburg ist, gesprochen. Früchte hatte diese keine getragen. 

Doppelschlag nach der Pause

Heidenheim sollte sich nach dem Seitenwechsel mit einem Doppelschlag belohnen. Kaufmann (47.) und Conteh (54.) ließen das Team von der Ostalb nach zwei blitzsauberen Angriffen innerhalb von sieben Minuten mit 2:0 davonziehen. Eine durchaus verdiente Führung. Die im Stadion aber nur kurz bejubelt wurde. Ein Anhänger der Rot-blauen war nach dem zweiten Treffer vom Zaun gefallen und soll nach Aussage des Heidenheimer Trainers Frank Schmidt wohl auch bewusstlos gewesen sein. Die Fans beider Lager zeigten ein tolles Gespür und stellten die Gesänge während der Behandlung ein. (siehe eigener Beitrag)

Nach dem doppelten Rückstand zeigte sich der FC Augsburg zwar bemüht, es fehlten aber die Mittel. So kamen die Gäste zwar in der Schlussphase zu mehr Spielanteilen, zwingende Chancen waren aber lange Mangelware. Drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatten sie sogar noch Glück, dass Schöppner beim vermeintlichen 3:0 durch Kölle im Abseits gestanden hatte.

Augsburg von der Rolle

Wagners Ansatz, die Situationen spielerisch zu lösen, verpuffte auch in Heidenheim. Auch ihm fehlten die zündenden Ideen, um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bekommen. Schlussendlich hatte der FCA wenig zu bieten gehabt und musste sich am bei Schlussmann Finn Dahmen bedanken, dass die Niederlage nicht noch deutlich ausgefallen war. Der FC Augsburg ist aktuell total von der Rolle. Die Diskussionen um Trainer-Novize Sandro Wagner wird nun sicher nicht leiser werden. 

Sandro Wagner wirkte ratlos (Foto: Dietmar Ziegler für Presse Augsburg)

Auch das späte 1:2 durch Tietz in der achten Minute der Nachspielzeit sollte daran nichts ändern. In Feierstimmung war aber keines der beiden Teams. Schmidt betonte nach der Partie, dass er den Sieg gerne gegen die Gesundheit des jungen Fans weggeben würde. Was für eine menschlich, großartige Aussage der Trainerlegende. 

 

1.FC Heidenheim:  Ramaj – Traoré, Mainka, Siersleben, Föhrenbach – Niehues (75. Kölle) , Schöppner, Dorsch (89. Kerber) – Conteh (68. Beck) , Kaufmann (68. Busch), Ibrahimovic (89. Gimber)

FC Augsburg: Dahmen – Matsima , Schlotterbeck , Zesiger (59. Banks)- Wolf  (68. Tietz), Jakic, Massengo (85. Rexhbecaj) , Fellhauer (59. Giannoulis) , Rieder , Claude-Maurice (59. Kömür) – Essende

Tore:  1:0 Kaufmann (47.), 2:0 Conteh (54.), 2:1 Tietz (90. + 8)

Gelbe Karten: Ibrahimovic | Rieder. Tietz, Essende, Matsima

Schiedsrichter: Tobias Welz  (Wiesbaden)

Zuschauer:  15.000 (ausverkauft)

Unglück beim Heidenheim-Spiel: Fan stürzt von der Tribüne

 

 

 

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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