Warnstreik legt Nahverkehr in Augsburg weitgehend lahm

Ein groß angelegter Warnstreik hat den öffentlichen Nahverkehr in Augsburg am Dienstag, 14. April, erneut nahezu vollständig zum Stillstand gebracht. Die Gewerkschaften ver.di und Nahverkehrsgewerkschaft hatten das Fahrpersonal der Stadtwerke Augsburg (swa) zum Arbeitsausstand aufgerufen.

Die Folgen sind deutlich spürbar: Bis auf eine Straßenbahn blieben rund 150 Fahrzeuge am Morgen in den Depots. Lediglich einzelne Buslinien verkehren weiterhin.

Diese Linien sind noch im Einsatz

Trotz der massiven Einschränkungen gibt es wenige Ausnahmen. Busse fahren weiterhin auf den Stadtteillinien 21, 24/25 und 38. Diese Verbindungen werden von privaten Unternehmen betrieben und sind daher nicht vom Streik betroffen.

Da in Augsburg, anders als beispielsweise in München, nur wenige Linien extern vergeben sind, bleibt das Angebot insgesamt stark eingeschränkt. Ein kurzfristiger Einsatz externer Fahrer oder Fahrzeuge auf swa-Linien ist laut Angaben nicht möglich, da technische Voraussetzungen fehlen und umfangreiche Schulungen notwendig wären.

Einschränkungen auch am Mittwoch möglich

Die Auswirkungen des Streiks könnten sich auch am Mittwoch, 15. April, bemerkbar machen. Grund dafür sind Arbeitsniederlegungen in den Fahrzeugwerkstätten. Fahrgäste müssen daher auch am Folgetag vereinzelt mit Ausfällen rechnen.

Alternative Angebote der swa

Die swa empfehlen, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Neben Buslinien des AVV und Regionalzügen stehen zusätzliche Alternativen bereit:  Das Leihradsystem swabi kann am Streiktag kostenlos genutzt werden. Pro Fahrt sind jeweils bis zu 30 Minuten frei – auch mehrfach am Tag.

Ebenfalls verfügbar sind das Carsharing-Angebot der swa sowie das Ridesharing-System swaxi, das bereits ab 9 Uhr im Einsatz ist. Aufgrund der hohen Nachfrage weisen die swa jedoch darauf hin, dass nicht alle Fahrtwünsche erfüllt werden können.

Kostenlose Nutzung von swabi

Besonders im Fokus steht das Leihradsystem mit seinen rund 940 Fahrrädern im Stadtgebiet. Die Nutzung ist am Streiktag für Bestandskunden und Neukunden kostenlos. Die Abwicklung erfolgt unkompliziert über die App: Nach Registrierung kann ein Fahrrad per QR-Code entsperrt und nach der Fahrt an einer offiziellen Station wieder abgestellt und gesichert werden.

 

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