Die bayerischen Ermittler haben seit Mitte 2021 gegen die Darknet-Plattform „Alice with Violence CP“ ermittelt, die in betrügerischer Absicht Kinderpornografie gegen Bitcoin-Zahlungen anbot. Die Untersuchung wird vom Dezernat Cybercrime des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) und dem Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg geleitet.
Größtes Netzwerk von Kinderporno-Betrugsplattformen entdeckt
Die aufwändigen Ermittlungen offenbarten, dass der Täter über 373.000 onion-Domains im Darknet betrieb. Diese Domänen basierten auf 122 Plattformvarianten, die mehrfach dupliziert wurden. Neben kinderpornografischen Inhalten wurden auch andere Cybercrime-Dienstleistungen zum Schein angeboten, um Zahlungen ohne Gegenleistung zu erhalten.
Großrazzia weltweit: Operation „OP Alice“
Am 9. März 2026 startete eine globale Razzia unter dem Namen „OP Alice“, die sich gegen Nutzer richtete, denen der Besitz kinderpornografischer Inhalte vorgeworfen wird. In Deutschland fanden Durchsuchungen in neun Bundesländern statt. An der Aktion beteiligten sich 23 Staaten weltweit, koordiniert durch Europol.
Erfolgreiche Ermittlungen gegen den Betreiber
Der Plattformbetreiber, ein 35-jähriger Chinese, wurde trotz der Nutzung von Verschleierungsdiensten identifiziert. Gegen ihn wurde ein internationaler Haftbefehl erwirkt. Am 17. März 2026 beschlagnahmten Ermittler 105 Server, die über 373.000 Darknet-Seiten beherbergten, welche nun mit einem Beschlagnahmebanner versehen sind. Die Ermittlungen dauern an, unterstützt von INTERPOL.




